Weil das Geschäft boomt: Millionen-Investition in die Hafermühle

Plauen - In Müsli, Keksen oder als Drink: Das Geschäft mit Hafer boomt. Deshalb wird derzeit die vogtländische Hafermühle in Plauen ausgebaut - für stolze vier Millionen Euro. Noch in diesem Sommer soll die Erweiterung abgeschlossen sein.

Ein Müller überwacht ein Flockierwalzwerk zur Herstellung von Haferflocken.
Ein Müller überwacht ein Flockierwalzwerk zur Herstellung von Haferflocken.  © dpa/Jan Woitas

Hafer gilt als gesund, dient zunehmend als Milchersatz. Gerne würde die Rubinmühle lange Transportwege vermeiden. Denn zwei Drittel des Hafers müssten aus Tschechien, Polen und dem Baltikum zugekauft werden, um die Nachfrage zu decken.

"Hafer ist etwas vergessen worden in den letzten Jahren. Dabei würde sich das Klima im Erzgebirge und im Vogtland noch gut für den Anbau eignen", sagt Rolf Rubin (61), Geschäftsführer der Rubinmühle.

In Plauen entstehen seit Herbst 2019 größere Silos, Lagerflächen und eine leistungsfähigere Anlage mit neuen Maschinen. "Haferflocken sind unser Hauptprodukt. Sie finden sich in Riegeln, in Crunchies, im immer beliebter werdenden Porridge oder, einfach gesagt, im warmen Haferbrei", so Rolf Rubin. Dazu komme Mehl für Brot und Kekse.

Die verschiedenen Produkte der Hafermühle sind Korn mit Schale, geschältes Korn, Hafermehl und Haferflocken (im Uhrzeigersinn).
Die verschiedenen Produkte der Hafermühle sind Korn mit Schale, geschältes Korn, Hafermehl und Haferflocken (im Uhrzeigersinn).  © dpa/Jan Woitas
Die Plauener Rubinmühle wird seit Herbst 2019 für vier Millionen Euro erweitert.
Die Plauener Rubinmühle wird seit Herbst 2019 für vier Millionen Euro erweitert.  © dpa/Jan Woitas

"Immer wichtiger wird der Haferdrink als umweltfreundliches Produkt aus einem heimischen Rohstoff."Seit ihrem Bau 2015 wurden 17 Millionen Euro in die Plauener Rubinmühle, die jährlich 40.000 Tonnen Hafer herstellt, investiert.

Titelfoto: dpa/Jan Woitas

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