Wegen Corona Versicherung und Vollmachten anpassen: Betrüger versuchen es mit neuer Masche

Plauen/Wilkau-Haßlau - Die Plauener Polizei ermittelt wegen mutmaßlicher Versicherungsbetrüger.

Die mutmaßlichen Betrüger meldeten sich telefonisch, angeblich im Auftrag eines Pflegedienstes. (Symbolbild)
Die mutmaßlichen Betrüger meldeten sich telefonisch, angeblich im Auftrag eines Pflegedienstes. (Symbolbild)  © 123rf/daisydaisy

Wie die Polizei am Dienstag mitteilt, hat es seit Anfang November zahlreiche Hinweise zu den Betrügern gegeben.

"Aufmerksame Rentner gaben an, von unbekannten weiblichen Personen angerufen worden zu sein. Angeblich kontaktierten sie die Rentner im Auftrag eines Pflegedienstes und wollten Termine mit Vertretern der Pflegeversicherung vereinbaren", so ein Polizeisprecher.

Wegen der aktuellen Corona-Situation sollten Versicherungspolicen angepasst und Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten erstellt werden.

"Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass die Anrufe nicht von einem Pflegedienst getätigt wurden", teilte die Polizei mit.

Die Polizei warnt vor solchen Anrufen und fragt, wer seit Anfang November Anrufe wie diese erhalten hat oder Verträge abgeschlossen hat. Sind angebliche Vertreter tatsächlich vor Ort erschienen?

Die Polizei in Plauen bittet um Hinweise, die unter Telefon 03741/140 abgegeben werden können.

Anruf von falschem Polizisten

Offenbar sind in der Region nicht nur falsche Versicherungsvertreter unterwegs, sondern auch angebliche Polizisten. Am Montagnachmittag erhielt eine Anwohnerin in Wilkau-Haßlau einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sich als Polizist vom örtlichen Standort ausgab.

"Er erzählte ihr eine Geschichte von einem Einbruch, bei welchem zwei Tatverdächtige gefasst wurden, zwei weitere, die noch flüchtig wären und von der Existenz eines aufgefundenen Notizblocks mit ihren Angaben", sagte die Polizei.

Die Frau beendete das Gespräch, noch bevor es zu irgendwelchen Forderungen von seiten des Anrufers kommen konnte.

Auch vor solchen Situationen warnt die Polizei: "Gehen Sie bitte nicht auf Forderungen, die Ihnen am Telefon gestellt werden, ein, denn tatsächliche Polizeibeamte würden dies nie tun. Versuchen Sie, sich relevante Informationen, wie zum Beispiel einen Dialekt oder ähnliches, zu merken und informieren sie umgehend die 'echte' Polizei."

Titelfoto: 123rf/daisydaisy

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