Reichenbachs OB hat 'ne Vision: Göltzschtalbrücke soll Welterbe werden

Reichenbach - Welterbe! Dieser Titel soll künftig auch die Göltzschtalbrücke schmücken. Die Städte Reichenbach und Netzschkau wollen einen entsprechenden Antrag bei der UNESCO voranbringen. Der Reichenbacher Stadtrat fasste jetzt einstimmig einen entsprechenden Beschluss.

Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (l.) und Netzschkaus Bürgermeister Mike Purfürst wollen die Göltzschtalbrücke zum Welterbe machen.
Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (l.) und Netzschkaus Bürgermeister Mike Purfürst wollen die Göltzschtalbrücke zum Welterbe machen.  © Franko Martin

Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (53, CDU) hat eine Vision: 

"Ein Touristenzentrum mit einer Ausstellung zu Brücken- und Bahngeschichte, Gastronomie und Freizeitangeboten. Mit dem Titel könnten wir Reisende aus der ganzen Welt ins Vogtland holen. Wenn Touristen aus Japan nach Neuschwanstein reisen und anschließend nach Dresden weiterfahren, kommen sie an der Göltzschtalbrücke quasi vorbei."

Grundlage soll eine vergleichende Studie für rund 42.000 Euro sein, die die Einzigartigkeit der weltgrößten Ziegelbrücke belegt. 

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Die soll bis Ende März nächsten Jahres zunächst beim Land Sachsen eingereicht werden. 

Eine weitere Studie, die das touristische Potenzial der Region auslotet, wurde schon Ende vorigen Jahres in Auftrag gegeben.

Mehr als 26 Millionen Ziegel wurden für die Brücke verbaut. Das Bauwerk hat 98 gemauerte Bögen und viele interessante Ansichten.
Mehr als 26 Millionen Ziegel wurden für die Brücke verbaut. Das Bauwerk hat 98 gemauerte Bögen und viele interessante Ansichten.  © Franko Martin

Für den Weg von der Idee bis zum Titel braucht man einen langen Atem: Die Montanregion Erzgebirge erhielt den Welterbe-Titel 21 Jahre nach der Bewerbung.

Titelfoto: Franko Martin

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