Sachsen: Spürbare Erdbeben fast im Minutentakt!

Vogtland/Luby - Im böhmischen Teil des Vogtlands hat am Samstag leicht die Erde gebebt. Die stärkste Erschütterung wurde mit einer Magnitude von 3,0 auf der Richterskala registriert, wie das Geophysikalische Instituts der tschechischen Akademie der Wissenschaften mitteilte.

Im Vogtland hat am Samstag leicht die Erde gebebt. Die stärkste Erschütterung wurde mit einer Magnitude von 3,0 auf der Richterskala registriert. (Symbolbild)
Im Vogtland hat am Samstag leicht die Erde gebebt. Die stärkste Erschütterung wurde mit einer Magnitude von 3,0 auf der Richterskala registriert. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die seismische Aktivität im Westen Tschechiens nehme nach einer kleinen Pause wieder zu, hieß es.

Das Epizentrum habe bei der Stadt Luby (Schönbach) gelegen, die sich an der sächsischen Grenze nahe des Kurorts Bad Brambach befindet. Das sei rund einen Kilometer weiter nördlich als sonst üblich.

"Es war, als hätte jemand auf der Holzdecke herumgestampft", berichtete ein Augenzeuge nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK.

Wie die Facebook-Seite "Erdbeben in Deutschland" am Nachmittag berichtet, gab es spürbare Erdbeben fast im Minutentakt: "Allein seit 10 Uhr gab es deutlich über 250 Mikrobeben, davon mindestens 29 oberhalb der Spürbarkeitsschwelle, die beiden stärksten mit Magnitude 3.2 und 2.6.".

In der Region kommt es häufig zu Schwarmbeben, also einer Vielzahl meist kleinerer Erschütterungen über einen längeren Zeitraum hinweg. Im Jahr 1985 ereignete sich in der Gegend um Cheb (Eger) ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,6 auf der Richterskala, das größere Sachschäden verursachte.

Die Beben begannen bereits Anfang der Woche im Vogtland. Am Dienstag wurden hunderte Mikrobeben gemessen, die aber noch nicht zu spüren waren.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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