Täglich 500 Impfungen: Startschuss für neues Impfzentrum im Corona-Hotspot Vogtland

Plauen - Sachsen legt seinen Schwerpunkt bei den Corona-Schutzimpfungen aktuell auf das Vogtland und nimmt deshalb am Mittwochmittag ein zweites Impfzentrum in der Region in Betrieb.

Im Plauener Behördenzentrum in der Kasernenstraße sollen am Mittwoch die ersten Vogtländer gegen Corona geimpft werden.
Im Plauener Behördenzentrum in der Kasernenstraße sollen am Mittwoch die ersten Vogtländer gegen Corona geimpft werden.  © Ellen Liebner

In dem Behördenzentrum in Plauen sollen täglich etwa 500 Menschen eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das Vogtland liegt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 251,3 derzeit an der Spitze in Sachsen.

Am Dienstag hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) deshalb angekündigt, die festgelegte Reihenfolge der Impfberechtigten aufzuheben. Schon in Kürze sollen sich hier alle Menschen ab 18 Jahren impfen lassen können (TAG24 berichtete).

Unabhängig von der Situation im Vogtland können Anträge auf eine bevorzugte Impfung beim sächsischen Gesundheitsministerium gestellt werden. Über entsprechende Anträge soll eine Geschäftsstelle für Einzelfallentscheidungen entscheiden. Sie ist dem Corona-Stab des Gesundheitsministeriums angegliedert.

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Die ärztliche Beratung erfolgt durch zwei Ärzte. In schwierigen oder unklaren Fällen kann ein Expertengremium hinzugezogen werden, hieß es.

Ein Blick ins Innere des Impfzentrums. Absperrungen wurden aufgestellt, ein Wartebereich eingerichtet und die Impf-Kabinen (rechts) installiert.
Ein Blick ins Innere des Impfzentrums. Absperrungen wurden aufgestellt, ein Wartebereich eingerichtet und die Impf-Kabinen (rechts) installiert.  © Ellen Liebner
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) kündige an, dass sich künftig alle Vogtländer ab 18 Jahre gegen Corona impfen lassen können.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) kündige an, dass sich künftig alle Vogtländer ab 18 Jahre gegen Corona impfen lassen können.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Einzelfall-Antrag ist für Menschen gedacht, die nicht unter die aktuelle Impfpriorität fallen, aber trotzdem ein hohes Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf haben.

Titelfoto: Ellen Liebner

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