Hoteliers fürchten um tschechische Mitarbeiter  

Bad Elster - Tschechien schottet sich ab. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Grenzen zu Sachsen dicht. Für Berufspendler gelten Ausnahmen. Trotzdem fürchten Hotels in grenznahen Gebieten um ihre Mitarbeiter aus dem Nachbarland.

Blick aus einer Suite im Hotel König Albert in Bad Elster.
Blick aus einer Suite im Hotel König Albert in Bad Elster.  © Jan Hesse

Im Hotel König Albert in Bad Elster arbeiten mehr als 20 tschechische Mitarbeiter, rund ein Viertel der Belegschaft. Drei von ihnen fuhren als Vorsichtsmaßnahme von Sonntag auf Montag nach dem Dienst nicht nach Hause. 

"Das sind Mitarbeiter, bei denen es die familiären Gegebenheiten ermöglicht haben", erzählt Marketing- und Vertriebsleiter Michael Börner (48). 

Am Montag traten sie aber nach der Arbeit den Heimweg an. Sollten sie in Kürze nicht mehr über die Grenze kommen, müsste das restliche Team einspringen. "Auch ich kann ein Zimmer sauber machen", sagt Michael Börner.

Im Hotel & Restaurant von Jens Weißflog (55) in Oberwiesenthal wollten die vier tschechischen Mitarbeiter ursprünglich für mehrere Tage im Hotel der Skisprung-Legende bleiben. Sonst hätten sie mehr als zwei Stunden für den Weg auf Arbeit gebraucht. "Das kann man niemandem zumuten", sagt Weißflog. 

Da der nahe liegende Grenzübergang am Montag für Berufspendler geöffnet wurde (von 5 bis 23 Uhr), fuhren sie doch noch heim. 

Alle Infos zur Lage in Chemnitz im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Jens Weißflog (55) hält einen Arbeitsweg von mehr als zwei Stunden für seine tschechischen Mitarbeiter für unzumutbar.
Jens Weißflog (55) hält einen Arbeitsweg von mehr als zwei Stunden für seine tschechischen Mitarbeiter für unzumutbar.  © picture point/Sven Sonntag

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema Vogtland Nachrichten:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0