Weiterer Erdbebenschwarm an Grenze zu Sachsen aktiv

Vogtland/Novy Kostel - Seit Anfang April bebt im Westen Tschechiens immer wieder die Erde. Nun ist zu dem ersten Erbebenschwarm bei Luby (Schönbach) noch ein weiterer in der Grenzregion zu Sachsen dazugekommen.

Seit Wochen bebt im Raum Luby (Schönbach) in Tschechien die Erde, seit rund zwei Wochen ist bei Nový Kostel (Neukirchen) ein weiterer Erdbebenschwarm aktiv.
Seit Wochen bebt im Raum Luby (Schönbach) in Tschechien die Erde, seit rund zwei Wochen ist bei Nový Kostel (Neukirchen) ein weiterer Erdbebenschwarm aktiv.  © destinacigdem/123 RF

Wie Erdbeben News berichtet, ist der zweite Schwarm seit rund zwei Wochen im Raum Nový Kostel (Neukirchen, etwa sechs Kilometer von Luby entfernt) aktiv. Dieser Schwarm brachte am Montagmorgen kurz nach 8 Uhr ein erstes spürbares Beben hervor, mit einer Stärke von bis zu 2,6.

"Dieses könnte auch noch vereinzelt in Sachsen wahrgenommen worden sein, auch wenn die größere Entfernung und die geringere Tiefe höhere Intensitäten dort verhindern dürfte", schreibt "Erbeben in Deutschland" auf seiner Facebook-Seite.

Der erste Erdbebenschwarm bei Luby hatte Anfang April Erschütterungen mit einer Magnitude von bis zu 3,2 auf der Richterskala hervorgebracht.

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In dem Zeitraum kam es teilweise zu spürbaren Erdbeben im Minutentakt, was auch noch im etwa 20 Kilometer entfernten Vogtland zu spüren war.

Nach dem 12. April gingen die Aktivitäten des Luby-Schwarms langsam zurück. Erst ab dem 24./25. April gab es wieder spürbare Beben.

Dritter Schwarm bei Sokolov aktiv

Übrigens: Die Erdbebenschwärme bei Luby und Nový Kostel im böhmischen Vogtland sind nicht die einzigen, die derzeit die Region erschüttern. Im nur rund 25 Kilometer von Luby entfernten Sokolov (Falkenau an der Eger) ist seit Anfang Mai ein weiterer Schwarm aktiv, der bisher aber nur sehr schwache Beben hervorgebracht hat.

Schwarmbeben sind im westlichen Tschechien und im Vogtland keine Seltenheit. Die Serien können mehrere Tage, aber auch bis zu etwa einem Jahr dauern. Die Stärke der Erschütterungen ist dabei meistens so gering, dass keine Gefahr für Menschen oder Gebäude besteht.

Das stärkste Beben in der Region gab es 1985 bei Cheb (Eger), das eine Stärke von 4,6 erreicht hatte.

Titelfoto: destinacigdem/123 RF

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