"Wir haben Angst um unsere Kinder!" So lernen Abc-Schützen in Falkenstein den sicheren Schulweg

Falkenstein - Die Grundschule Falkenstein liegt an der viel befahrenen B 169. Um Erstklässler über die Gefahren und das richtige Verhalten auf dem Schulweg aufzuklären, führte die Polizei Zwickau am Dienstag eine Verkehrsübung mit Kindern der 1a durch.

Polizeihauptmeister Uwe Huster (60, l.) sorgt dafür, dass die Erstklässler an der Schule gefahrlos die Hauptstraße überqueren können.
Polizeihauptmeister Uwe Huster (60, l.) sorgt dafür, dass die Erstklässler an der Schule gefahrlos die Hauptstraße überqueren können.  © Uwe Meinhold

Das Problem: Direkt an der Schule können keine Autos parken.

Es existiert nur eine Feuerwehrzufahrt zum Hof, die morgens aus Sicherheitsgründen abgesperrt wird.

"Dort gibt es keine Wendemöglichkeit", erklärt Polizeihauptmeister Uwe Huster (60).

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Viele Eltern stellen ihr Auto deshalb gegenüber der Zufahrt an der Kirche ab. Dann gehen sie mit ihren Kindern an einer Stelle über die Hauptstraße, an der es weder Ampel noch Zebrastreifen oder Verkehrsinsel gibt.

"Dabei ist ein gefahrloses Überqueren zum Beispiel durch die Ampeln am Markt oberhalb der Schule möglich", sagt Uwe Huster, der den Abc-Schützen am Dienstag diese Alternative zeigte.

Passiert sei bislang zwar noch nichts. Doch um für höhere Sicherheit zu sorgen, hängte die Stadt jetzt ein Verkehrsdisplay auf, damit Autofahrer an der Schule langsamer als Tempo 50 fahren.

Das wünschen sich die Familien der Schüler

Uwe Huster erklärt den Kindern, wo und wie sie über die Straße gehen müssen.
Uwe Huster erklärt den Kindern, wo und wie sie über die Straße gehen müssen.  © Uwe Meinhold
Tobias (32) und Catherine Trummer (32) wünschen sich mehr Sicherheit für ihre Kinder Milo (7) und Chayenne (9).
Tobias (32) und Catherine Trummer (32) wünschen sich mehr Sicherheit für ihre Kinder Milo (7) und Chayenne (9).  © Uwe Meinhold

"Zusätzlich haben wir den Eltern in einem Brief geschrieben, wo sie derzeit noch parken können“, sagt Danny Klein (41) vom Falkensteiner Ordnungsamt.

Das reicht nicht für jeden aus.

"Am besten wäre eine verkehrsberuhigte Zone", so Ruth Bemmann (59), Oma des Erstklässlers Felix (7).

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Auch Catherine (32) und Tobias Trummer (32), Eltern von Milo (7) und Chayenne (9), sagen: "Wir haben Angst um unsere Kinder."

Sie wünschen sich einen Zebrastreifen oder eine weitere Ampel an der Zufahrt.

Dies sei laut Danny Klein aus baulichen Gründen aber nicht möglich.

Stattdessen würden derzeit weitere Parkmöglichkeiten geprüft.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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