Namenspaten für Sachsens Airports: Eher überflüssig oder eine gute Idee?

Dresden - Brauchen die sächsischen Flughäfen Ehrennamen?

Der Flughafen Dresden ist nicht gerade das Tor zur Welt, hätte aber trotzdem einen aufregenderen Namen verdient.
Der Flughafen Dresden ist nicht gerade das Tor zur Welt, hätte aber trotzdem einen aufregenderen Namen verdient.  © PR

Politiker der Leipziger FDP, der sächsischen SPD und der neuen Bürgerallianz meinen "Ja". Und machen munter Vorschläge.

Die Leipziger FDP brachte die Debatte ins Rollen. Sie startete eine Initiative, den Flughafen der Messestadt nach dem ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) zu benennen.

Die Genossen der SPD nahmen den "Ball" auf und beantragten ihrerseits auf ihrem jüngsten Landesparteitag die Umbenennung des Airports. Sie wünschen sich, dass Anton Wilhelm Amo dessen Namenspatron wird.

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Der Philosoph und Rechtswissenschaftler lebte im 18. Jahrhundert. Er war der erste afrikanisch-stämmige Student Europas und lehrte unter anderem an der Universität in Halle.

Steffen Große (53) von der Bürgerallianz plädiert dafür, dass der Flughafen Leipzig/Halle künftig den Namen "Kurt Masur" mit sich führt.

Wird ein sächsischer Airport bald nach ihm benannt? Hans-Dietrich Genscher (†89).
Wird ein sächsischer Airport bald nach ihm benannt? Hans-Dietrich Genscher (†89).  © Sven Hoppe/dpa

Kommt womöglich ein Sigmund-Jähn-Flughafen?

Kurt Masur (†88): Kommt bald ein Flughafen mit seinem Namen?
Kurt Masur (†88): Kommt bald ein Flughafen mit seinem Namen?  © Wolfgang Kluge/dpa

Auch dem Dresdner Flughafen möchte Große einen "Paten" geben: "Es wäre eine Auszeichnung für den Standort und Anerkennung für die Person gleichermaßen, den Flughafen in Dresden in einigen Jahren nach dem ersten sächsischen Ministerpräsidenten nach der friedlichen Revolution, Kurt Biedenkopf, zu benennen."

Denkt man erst mal darüber nach, bieten sich schnell noch andere große Namen an. Wie wäre es, wenn der Airport an der Elbe die Dresdnerinnen Wilhelmine Reichard (Pionierin der Luftfahrt) oder Melli Beese​ (deutsche Pilotin) namentlich ehrt?

Dem Leipziger Flughafen würde als größtem Landeplatz im Freistaat auch der Name des größten Sachsen gut stehen: Sigmund Jähn. Denkbar wäre auch "Johann Sebastian Bach Airport" – in Gedenken an den Komponisten und Thomaskantor.

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Oder doch besser die Verleger-Dynastie Brockhaus ehren…?

Titelfoto: PR/Sven Hoppe/dpa

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