Neue Lockerungen für Sachsen, vor allem für die Gastronomie

Dresden - Sachsens Landesregierung hat die größte Lockerungswelle seit Beginn der Corona-bedingten Auflagen beschlossen. Ganz vorn endlich ein Fahrplan für die Gastronomie: Ab dem 15. Mai dürfen Restaurants, Kneipen, Cafés innen UND außen wieder öffnen! Auch Hotels können den Betrieb wieder aufnehmen.

"Ich.Will.In.Meinen.Kindergarten.Zurück!" Bald können wieder alle Kleinen zusammen toben.
"Ich.Will.In.Meinen.Kindergarten.Zurück!" Bald können wieder alle Kleinen zusammen toben.  © DPA / Monika Skolimowska

Grundsätzlich dürfen ab dem 15. Mai wieder alle Gaststätten öffnen. 

Bedingung ist, dass das Personal Mundschutz trägt, Abstände eingehalten werden und zum Beispiel Speisekarten abwischbar sind. 

Auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen dürfen wieder Gäste empfangen - uneingeschränkt, so Tourismusministerin Barbara Klepsch (54, CDU). Das gelte für Gäste aus Sachsen und von außerhalb.

Auch Campingplätze dürfen wieder öffnen.

"Grundsätzlich findet das gesellschaftliche Leben wieder statt", fasste Vizeministerpräsident Wolfram Günther (46, Grüne) zusammen. 

Dazu gehöre ab dem 18. Mai auch wieder das uneingeschränkte Grundrecht der Versammlungsfreiheit. 

Zugleich betonte Günther: "Es gibt keine Impfpflicht. Das ist absoluter Nonsens!"

Ministerpräsident Michael Kretschmer (44, CDU) dämpfte zugleich die Erwartungen: "Nicht alles ist gleich und komplett möglich." Vielfach wie bei Erlebnisparks oder Fitnessstudios müsse im Einzelfall entschieden werden. "Alles, was wir im Privaten und Gesellschaftlichen tun, lebt von Vernunft, Umsicht, Solidarität." Von daher sei es "weder cool noch männlich, sich mit Handschlag zu begrüßen", sagte er mit Blick auf die zahlreichen Anti-Corona-Demos in Sachsen. Eher sei es "verantwortungslos".

Am Freitag wird bekannt gegeben, wie es bei Schulen und Kitas weitergeht

Die Biergärten kehren zurück - und damit auch der Freiluft-Schnitzel-Spaß.
Die Biergärten kehren zurück - und damit auch der Freiluft-Schnitzel-Spaß.  © imago Images /Daniel Schvarcz

Sozialministerin Petra Köpping (61, SPD) kündigte ein Ampelsystem zur Kontrolle aller Fortschritte an. 

So gilt zum Beispiel die Schwelle von 50 Infizierten auf 100.000 Einwohner, ab der wieder verschärfte Maßnahmen greifen.

Parallel zum Beschluss der Erleichterungen häuften sich die Forderungen. 

So warb die Jungen Union Sachsen und Niederschlesien für ein Nein zur geplanten Erhöhung des Rundfunkbeitrages ab 2021. 

Vielmehr müsse es schon jetzt das "Gebot der Stunde" sein, Gastwirte, Hoteliers und Betreiber von Pensionen/Ferienwohnungen während der coronabedingten Schließung von den Beiträgen zu entlasten. 

Der FDP-Landesvorsitzende Frank Müller-Rosentritt (37) forderte rückzahlfreie Soforthilfen für die Gastronomie und zugleich die Öffnung von Musik- und Tanzschulen.

Wie es bei den Kitas und Grundschulen weitergeht, wird am Freitag bekannt gegeben. Sie gelten dann ab 18. Mai.

Ebenfalls ab dem 18. Mai kommt das kulturelle Leben wieder in die Gänge. Das heißt: Kleine Vorstellungen und Veranstaltungsformate sind möglich. Details werden noch mit den Bühnen und Veranstaltern erarbeitet. Gänzlich aufgehoben ist nun auch die 800-Quadratmeter-Regel für Geschäfte. Bislang muss ab dieser Fläche "abgekordelt" werden.

Titelfoto: imago Images /Daniel Schvarcz

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