Noch fast 10.000 offene Lehrstellen im Freistaat, doch es gibt ein Problem

Dresden - Im Freistaat gibt es für das im Spätsommer beginnende Ausbildungsjahr noch fast 10.000 freie Ausbildungsstellen.

Sachsens Arbeitsagentur-Chef Klaus-Peter Hansen (57).
Sachsens Arbeitsagentur-Chef Klaus-Peter Hansen (57).  © Steffen Füssel

Das sind weniger als im Vorjahr - aber mehr als es Bewerber gibt. Aktuell sind etwa 8500 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle.

Schulabgänger haben auch in Corona-Zeiten gute Chancen auf Ausbildung. "Es gibt mehr freie Ausbildungsstellen als unversorgte Ausbildungsbewerber", sagt Sachsens Arbeitsagentur-Chef Klaus-Peter Hansen (57).

Insgesamt wurden 17.000 Stellen gemeldet, etwa 1800 weniger als im Vorjahr (-9,5 Prozent). Davon sind noch 9944 Plätze offen.

Demgegenüber stehen 8566 Jugendliche, die noch auf der Suche sind. Zur Wahl stehen 330 Berufe. Zu den beliebtesten gehören traditionell Verkäufer, Einzelhandelskaufmann und Kfz-Mechatroniker.

Die Tücke liegt aber im Detail! Für Fachverkäufer in Fleischereien etwa kommt auf 30 Lehrstellen gerade mal ein Bewerber. Junge Frauen bevorzugen Berufe im Umgang mit Menschen, während junge Männer eher handwerkliche und technische Berufe anvisieren.

Lehrstelle gefällig? Im Freistaat gibt's mehr Stellen als Bewerber.
Lehrstelle gefällig? Im Freistaat gibt's mehr Stellen als Bewerber.  © dpa/Ronald Bonß

Für exotische Berufe wie Bürstenmacher, Orgelbauer, Goldschmied, Klavierbauer, Schuhfertiger und Holzbildhauer sind jeweils weniger als drei Bewerber erfasst. Allerdings gibt es im Freistaat dafür kaum oder gar keine Stellen-Angebote mehr.

Titelfoto: dpa/Ronald Bonß

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