Noch keine individuellen Impftermine möglich: Rotes Kreuz bittet um Geduld

Dresden - Wer jetzt schon eine Impfung gegen das Coronavirus haben möchte, wird sich noch gedulden müssen. Dies teilte das Rote Kreuz in Sachsen mit.

Bis voraussichtlich Mitte Januar sind laut Rotem Kreuz keine individuellen Impftermine in Sachsen möglich.
Bis voraussichtlich Mitte Januar sind laut Rotem Kreuz keine individuellen Impftermine in Sachsen möglich.  © Barbara Gindl/APA/dpa

Laut Mitteilung der medizinischen Hilfsorganisation erhalte man aktuell viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern nach einem Impftermin.

Wenige Tage nach der Auslieferung der ersten Impfdosen sei dies allerdings noch nicht möglich. Es stünde noch nicht genügend Impfstoff für alle zur Verfügung.

Die ersten Vakzine seien für medizinisches Personal in Krankenhäusern sowie für Bewohner und Mitarbeiter stationärer Pflegeeinrichtungen reserviert.

Bislang seien in Sachsen über 29.000 Impfdosen eingetroffen. Allein in den 77 Kliniken arbeiteten jedoch schon 53.183 Menschen. Hinzu kämen 50.997 betreute Personen und 41.311 Beschäftigte in den 970 Pflegeheimen.

Da jeder dieser Menschen zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen für einen vollständigen Schutz benötige, käme man rechnerisch bereits auf 290.000 Impfdosen.

Bis es für weniger gefährdete Personen also soweit ist, braucht es noch etwas Zeit. Ab Januar würden pro Woche 34.000 neue Dosen in Sachsen eintreffen, teilt das Rote Kreuz mit.

Sobald eine individuelle Terminvergabe möglich sei, würde man alle Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig informieren.

Rotes Kreuz bittet um Geduld: Es wurden noch nicht genügend Impfdosen gegen Corona geliefert

Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes geht durch eine Halle der Leipziger Messe. Dort entsteht ein künftiges Impfzentrum zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.
Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes geht durch eine Halle der Leipziger Messe. Dort entsteht ein künftiges Impfzentrum zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Die Angaben vom Roten Kreuz decken sich mit denen der Politik, des Robert Koch-Instituts und der Impfstoff-Hersteller. Niemand muss befürchten, seine Impfung zu "verpassen", es ist allerdings noch etwas Geduld vonnöten.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung vom 15. Dezember festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut basiert. Gefährdete Menschen und Risikopatienten bekommen ihre Impfungen gegen das Coronavirus zuerst.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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