Handelskammern machen Druck auf MP Kretschmer: Einzelhandel soll am 15. März öffnen

Sachsen - Schluss mit leeren Innenstädten! Bis spätestens 15. März sollen Sachsens Läden wieder öffnen dürfen - das fordern die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) und machen damit Druck auf Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU).

Sachsens Industrie- und Handelskammern (IHKs) fordern eine Öffnung des Einzelhandels. Spätestens ab dem 15. März sollen die Sachsen wieder shoppen können - so die Forderung.
Sachsens Industrie- und Handelskammern (IHKs) fordern eine Öffnung des Einzelhandels. Spätestens ab dem 15. März sollen die Sachsen wieder shoppen können - so die Forderung.  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Vor allem gehe es um gleiche Chancen gegenüber anderen Regionen. In allen anderen an Sachsen angrenzenden Bundesländern würde es bereits beim Thema Einzelhandel Lockerungen geben. Der Freistaat müsse daher nachziehen.

Die Handelskammern fordern Ministerpräsident Michael Kretschmer auf, sich für eine komplette Öffnung des Einzelhandels ab dem 15. März einzusetzen. Sonst, so die IHK, würde ein Großteil der Gewerbetreibenden bei einer Fortsetzung des Lockdowns zum Aufgeben gezwungen werden.

Eine Öffnung des Einzelhandels sei vertretbar. Denn laut den Handelskammern gäbe es mittlerweile mehrere Gutachten, die zeigen, dass das Infektionsrisiko im Einzelhandel sehr gering sei.

"Selbst im Lebensmitteleinzelhandel, der in allen Lockdown-Phasen geöffnet hatte, und in dem deutschlandweit täglich etwa 40 Millionen Einkäufe stattfinden, ist die Infektionshäufigkeit nachweislich unauffällig geblieben", so ein Sprecher der IHK.

Nichts los im Einkaufszentrum "Galerie Roter Turm" in Chemnitz! Durch den aktuellen Knallhart-Lockdown sind aktuell fast alle Geschäfte dicht.
Nichts los im Einkaufszentrum "Galerie Roter Turm" in Chemnitz! Durch den aktuellen Knallhart-Lockdown sind aktuell fast alle Geschäfte dicht.  © Uwe Meinhold
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) steht unter Druck. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) fordern eine schnelle Öffnung des Einzelhandels.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) steht unter Druck. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) fordern eine schnelle Öffnung des Einzelhandels.  © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Supermärkte weiten ihr Non-Food-Sortiment aus, Einzelhändler sauer

Für eine zeitnahe Öffnung spricht aus IHK-Sicht außerdem, dass einige geöffnete Supermärkte Non-Food-Artikel wie etwa Blumen oder Sportartikel anbieten und das Angebot ausbauen.

"Wenngleich im rechtlichen Rahmen zulässig, löst dies bei den geschlossenen Händlern Wut und Unverständnis aus", erklärten die Kammern.

Am Mittwoch soll die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung beschlossen werden. Ob es zu Lockerungen und Öffnungen im Einzelhandel kommt, bleibt abzuwarten.

Außerdem wird Kretschmer am Mittwoch erneut mit den Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) über die weiteren Maßnahmen beraten. Der Corona-Lockdown wurde zunächst bis zum 7. März befristet.

Titelfoto: Monika Skolimowska/ZB/dpa, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

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