Offener Brief an Politik: Das sind die drastischen Forderungen des Elternrats

Dresden - Offene Briefe sind gerade in Krisenzeiten keine Seltenheit. Doch dieses Schreiben hat es in sich: Der Elternrat des Weißeritzgymnasiums aus Freital bei Dresden listet der Politik detailliert auf, was bitteschön schnell zu tun ist.

Adressat Schulminister Christian Piwarz (45, CDU).
Adressat Schulminister Christian Piwarz (45, CDU).  © dpa/Sebastian Kahnert

In den zurückliegenden zwölf Monaten habe die sächsische Politik auf allen Ebenen zu wenig tragfähige Konzepte entwickelt, um den Betrieb an den Kinder- und Bildungseinrichtungen dauerhaft und verlässlich abzusichern, heißt es in dem Schreiben.

Gerichtet ist es an Ministerpräsident Michael Kretschmer (45), Kultusminister Christian Piwarz (45), Landrat Michael Geisler (61, alle CDU) und Oberbürgermeister Uwe Rumberg (62, parteilos).

Daher lautet die Kernforderung der Eltern: "Bitte prüfen Sie auf allen Ebenen noch eindringlicher und intensiver als bisher, wie ein dauerhafter, sicherer und planbarer Schul-, Hort- und Kitabetrieb unter Pandemiebedingungen abgesichert werden kann."

Die Kinder bräuchten Verlässlichkeit und Stabilität, so Elternratsvorsitzende Silke Fenger stellvertretend.

Das sind die Forderungen

Silke Fenger (48) und Sebastian Strobel (38) vom Elternrat des Weißeritzgymnasiums.
Silke Fenger (48) und Sebastian Strobel (38) vom Elternrat des Weißeritzgymnasiums.  © Norbert Neumann

Konkret wird gefordert:

  • mehr Busse und Bahnen in Stoßzeiten morgens und nachmittags. Versetzter Schulbeginn;
  • gezielter Einsatz von Belüftungsanlagen für Klassenräume;
  • zusätzliches Personal, das Erzieher und Lehrer bei den Mehraufgaben in Sachen Hygiene unterstützt;
  • Ausrichtung am tatsächlichen Infektionsgeschehen in der Einrichtung - und nicht nach dem Inzidenzwert der Stadt oder des Landkreises!

Titelfoto: Norbert Neumann

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