Per Hubschrauber eingeflogen! Neuer "Balkon" für Böhmische Schweiz

Marienfels - Kommt ein Altan geflogen! Mit etwas Glück hätte man vergangene Woche eine fliegende Ausflugslaube über der Böhmischen Schweiz schweben sehen können. Rund vier Kilometer von der sächsischen Grenze bei Jetrichovice auf dem Marienfels (428 Meter hoch) im Nationalpark wurde der 2,7 Tonnen schwere Bau aufgestellt.

Es war Millimeterarbeit, den Altan auf dem Marienfels abzusetzen.
Es war Millimeterarbeit, den Altan auf dem Marienfels abzusetzen.  © Nationalpark Sächsische Schweiz

Dreimal hob der Hubschrauber ab, bis Altan, Treppe und Geländer auf dem Felsplateau abgesetzt waren. Es war Millimeterarbeit, das etwa 20 Quadratmeter große "Haus" auf dem Fels zu positionieren. Insgesamt betrug die Last mehr als fünf Tonnen. Der bei Sachsen beliebte Ausflugsort war zwei Jahre lang gesperrt, wegen Schimmels.

Der Vorgänger-Altan war unrettbar verrottet.

Der Neubau ist nun aus Stahl mit Holzbesatz. Wettergezeichnete Holzornamente können in Zukunft ausgetauscht werden. Zu Ostern soll der Aussichtspunkt wieder eröffnen.

"Jetzt kommen noch der Dachdecker und das Bauamt zur Abnahme", sagt Tomas Salov, Sprecher des Nationalparks Böhmische Schweiz.

1856 wurde die erste Hütte unter Ferdinand Fürst Kinsky (1834 - 1904) in Form eines Altans errichtet, sie diente als Brandwache. Sobald es möglich sein wird, werden wieder viele Sachsen erwartet.

Kilometerweit konnte man das Spektakel sehen.
Kilometerweit konnte man das Spektakel sehen.  © Nationalpark Sächsische Schweiz
Fürstin Marie Anna Kinsky (1835 - 1905), die Ehefrau des ersten Altan-Erbauers, verbrachte viel Zeit auf dem Marienfels.
Fürstin Marie Anna Kinsky (1835 - 1905), die Ehefrau des ersten Altan-Erbauers, verbrachte viel Zeit auf dem Marienfels.  © Archiv

"Von den rund 100.000 Besuchern jährlich kommen etwa 30 Prozent aus Sachsen", so Salov.

Titelfoto: Montage: Nationalpark Sächsische Schweiz

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