Polizei stoppt BMW mit zu vielen Insassen, dann tauchen noch mehr im Kofferraum auf

Görlitz - Im BMW-SUV zu acht über die Autobahn zu heizen, ist schon keine gute Idee. Wenn sieben der Insassen aber noch dazu illegale Einwanderer sind, kommt es für den Fahrer knüppeldick. So geschehen am heutigen Donnerstag in Sachsen.

Sieben mutmaßliche Flüchtlinge fanden die Ermittler in dem BMW X4 - zwei davon zwischen Taschen im Kofferraum.
Sieben mutmaßliche Flüchtlinge fanden die Ermittler in dem BMW X4 - zwei davon zwischen Taschen im Kofferraum.  © Bundespolizeiinspektion Ebersbach

Wie die Bundespolizei in Ebersbach am Vormittag mitteilte, stoppten die Beamten gegen 0.45 Uhr den Fahrer eines BMW X4. Er kam aus Richtung Görlitz an der Grenze zu Polen und musste auf dem Rastplatz Oberlausitz erklären, warum sein Fahrzeug mit so vielen Leuten besetzt war.

Denn neben seinem Beifahrer waren auch noch vier weitere Personen auf der Rückbank zu sehen. Wie sich kurz darauf herausstellte, blieb es aber nicht bei den sechs Reisenden.

Zwei weitere versteckten sich zwischen mehreren Reisetaschen im Kofferraum liegend!

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Die sieben Mitfahrer sind den Uniformierten zufolge zwischen 23 und 34 Jahre alt und stammen aus dem Jemen sowie Sudan. Über ein Visum oder Aufenthaltstitel verfügte keiner von ihnen.

Die Ermittler gehen nun davon aus, dass es sich um Flüchtlinge handelte, die über Polen eingereist waren. Den Angaben zufolge sollten sie nach Hessen gebracht werden.

Wie viel der Fahrer mit der Tour verdiente, blieb zunächst unklar. Ebenso auch, ob er die mutmaßlich Geflüchteten über die Grenze fuhr oder erst auf deutscher Seite einsammelte.

Die Ebersbacher Bundespolizisten ermitteln nun wegen der unerlaubten Einreise, unerlaubten Aufenthalts sowie dem Einschleusen von Ausländern unter lebensgefährdenden Umständen.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Ebersbach

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