Rebellen vom Knappensee drücken aufs Tempo

Lohsa - Die Bauarbeiten am Knappensee werden nicht nur teurer, sondern dauern auch länger als ursprünglich geplant.

Die Uferarbeiten am Knappensee dauern an. Noch geht der Bergbau-Sanierer LMMBV von einem fristgerechten Abschluss aus.
Die Uferarbeiten am Knappensee dauern an. Noch geht der Bergbau-Sanierer LMMBV von einem fristgerechten Abschluss aus.  © Andre Schulze

Die Freigabe für Angler, Camper und Badegäste ist für 2022 geplant. Der Verein "Knappenseerebellen" bezweifelt das.

Zum Baubeginn 2015 war die Sicherung des Knappensees mit 100 Millionen Euro veranschlagt worden.

"Heute sind es beinahe 200 Millionen Euro", sagt Werner Petrick (70), Vorsitzender des Vereins Knappenseerebellen. Die Bürgerinitiative begleitet das Vorhaben von Beginn an kritisch - und sie möchten weiterkämpfen.

"Die Campingplätze wurden fast alle plattgemacht, Bäume gefällt, die Küste ist weg. Genau vor unserer Nase arbeiten die Rüttelverdichter. Das ist kein schöner Anblick", sagt Petrick.

Eine Sanierung des Badesees begründeten die Bergbausanierer der "Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft" (LMBV) unter anderem mit Lebensgefahr durch Rutschungen am Ufer.

Die Gefahrenabwehr, so Petrick, hätte die LMBV mit dem Grundwasseranstieg begründet. "Das war an den Haaren herbeigezogen."

Werner Petrick will nicht lockerlassen im Kampf um den See-Zugang.
Werner Petrick will nicht lockerlassen im Kampf um den See-Zugang.  © Andre Schulze

Eine sofortige Aufhebung der Sperre konnten die Knappenseerebellen vergangenes Jahr am Oberverwaltungsgericht nicht erwirken. "Nun kämpfen wir darum, dass zumindest der uns zugesicherte Eröffnungstermin eingehalten wird." Stichtag ist der 1. April 2022.

www.knappenseerebellen.de

Titelfoto: Andre Schulze

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