Rechtsextremismus bei der Polizei: Grüne fordern eigene Sachsen-Studie

Dresden/Leipzig - Der Druck wächst: Nachdem am Freitag in Leipzig ein Polizist wegen rechtsextremer Chats vom Dienst freigestellt wurde (TAG24 berichtete), fordern die in Sachsen mitregierenden Grünen nun eine Rechtsextremismus-Studie für die Sicherheitsbehörden.

Valentin Lippmann (29, Grüne) fordert eine Rechtsextremismus-Studie für die sächsische Polizei.
Valentin Lippmann (29, Grüne) fordert eine Rechtsextremismus-Studie für die sächsische Polizei.  © Bildmontage: dpa/ Sebastian Willnow, ddbd/Imago Images

"Der neuerliche Fall rechtsextremer Tendenzen zeigt, dass wir endlich Klarheit über Ausmaß und Verwurzelung rechtsextremer und menschenfeindlicher Einstellungen brauchen", sagt Valentin Lippmann (29), innenpolitischer Sprecher der Grünen. 

"Es ist für uns daher unabdingbar, dass wir eine wissenschaftliche Studie zu rechtsextremen und menschenfeindlichen Positionen in den Sicherheitsbehörden in Sachsen brauchen." 

Eine solche Studie lehnt Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) beharrlich ab. Auch im sächsischen Innenministerium sah man bislang keinen Bedarf. An Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar (61) dürfte die Forderung nicht abprallen. 

Er hatte bereits im Juli gesagt, sich eine solche Studie grundsätzlich vorstellen zu können. 

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