Regierung plant Hilfspaket für Sachsens leidende Wirtschaft

Dresden- Noch eine Woche, dann will der Freistaat sein eigenes Konjunkturprogramm beschließen. 
Jörg Brückner (61).
Jörg Brückner (61).  © Norbert Neumann

Unter dem Motto "Sachsen startet durch" soll es das große Bundespaket ergänzen und auf die speziellen Gegebenheiten vor Ort reagieren. 

Vor allem der das Land prägende Mittelstand soll profitieren, so Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD).

Die Zeit drängt: Denn laut Jörg Brückner, Arbeitgeberpräsident in Sachsen, lagen im Mai von fast 50.000 Betrieben Anzeigen auf Kurzarbeit vor. 

Wo bereits der Handelskrieg zwischen China und den USA, der Brexit, der Kohleausstieg und der Wechsel zur E-Mobilität Belastungen mit sich brachten, sei nun noch Corona hinzugekommen. Brückner sprach von einer dramatischen Lage.

Dagegen wirkte sich Corona nur geringfügig beim Hoch- und Tiefbau aus. Zumindest im April: Der Gesamtumsatz lag mit 466 Millionen Euro nur um 2,6 Prozent unter dem Wert von 2019 - auf den ersten Blick. 

Sachsen ist vom Mittelstand geprägt. Hier ein Leuchtenbau-Betrieb.
Sachsen ist vom Mittelstand geprägt. Hier ein Leuchtenbau-Betrieb.  © dpa/Hendrik Schmidt
Gerade große Industriebetriebe bringen Steuern. Hier Siemens in Görlitz.
Gerade große Industriebetriebe bringen Steuern. Hier Siemens in Görlitz.  © dpa/Sebastian Kahnert
Denn genau betrachtet hat der Hochbau ein Minus von 11,3 Prozent, der Tiefbau hingegen legte um 5,9 Prozent zu. 

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt/Norbert Neumann

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