Rivalen der Spritzen: Hausärzte oder Impfzentren?

Dresden - Kaum hatte das DRK Sachsen am Dienstag mehr Termine und eine längere Laufzeit für die sächsischen Impfzentren angekündigt, beklagte sich die Landesärztekammer auch schon darüber, dass zu wenig Impfstoff in den Hausarztpraxen ankommt. Läuft da ein Wettbewerb, wer besser, schneller, mehr impfen kann?

Impfen beim Hausarzt: Die Landesärztekammer weist Kritik zurück.
Impfen beim Hausarzt: Die Landesärztekammer weist Kritik zurück.  © dpa/Sebastian Gollnow

Das sind gute Nachrichten: Die sächsischen Impfzentren bleiben nicht nur länger in Betrieb, es stehen auch mehr Termine zur Verfügung.

Wie DRK-Sachsen-Chef Rüdiger Unger (60) ankündigte, werden jeweils montags, mittwochs und freitags neue Termine ins Buchungsportal eingestellt. Start ist bereits am Freitag mit insgesamt 3000 neuen Terminen.

Quasi parallel dazu meldete sich die sächsische Landesärztekammer (SLÄK) zu Wort: "Die Entscheidung, die Impfzentren weiterzubetreiben, ist eine politische. Grund dafür sind ganz sicher nicht mangelnde Kapazitäten bei den Vertragsärzten", so der Kammer-Präsident Erik Bodendieck (54).

Fühlt sich da jemand auf den Schlips getreten? "In den letzten Tagen war vermehrt zu hören, die Hausärzte impfen zu wenig. Darauf haben wir reagiert", erklärt SLÄK-Sprecher Knut Köhler (54) auf TAG24-Anfrage und beklagt, dass immer noch zu wenig Impfstoff in den Praxen ankomme.

Laut Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) wird die gesamte für Sachsen zur Verfügung stehende Impfstoffmenge zu gleichen Teilen auf Impfzentren und Hausarztpraxen aufgeteilt. Noch Fragen? Nein, dann bitte einfach weiterimpfen!

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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