Sachsen-CDU spricht sich für Reaktivierung von Kernkraftwerken aus

Schkeuditz - Die sächsische CDU fordert zur Sicherung der Energieversorgung bis auf weiteres den Betrieb aller reaktivierbaren deutschen Kernkraftwerke.

Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm vom Atomkraftwerk (AKW) Isar 2. Neben diesem Kraftwerk sollen alle verfügbaren weiteren Meiler in Betrieb bleiben, fordert die CDU in Sachsen.
Wasserdampf steigt aus dem Kühlturm vom Atomkraftwerk (AKW) Isar 2. Neben diesem Kraftwerk sollen alle verfügbaren weiteren Meiler in Betrieb bleiben, fordert die CDU in Sachsen.  © Armin Weigel/dpa

Einen entsprechenden Beschluss fasste die Union am Samstag auf einem Landesparteitag in Schkeuditz bei Leipzig.

Der Streckbetrieb der drei noch aktiven Atommeiler Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland reiche nicht aus.

Alle verfügbaren Atomkraftwerke müssten so lange am Netz bleiben, bis eine sichere und günstige Energieversorgung auf anderem Wege zuverlässig garantiert werden könne.

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Die Sachsen-CDU will sich zudem im Bund für die Förderung heimischer Gasvorräte einsetzen. "Als Braunkohleland, das seit Jahrzehnten die entsprechenden Lasten schultert, erwarten wir bei Gas solches auch von anderes Bundesländern", heißt es im Parteitagsbeschluss.

Die bisherige Ablehnung der Fördermethode Fracking sei nur mit ideologischen Vorbehalten zu erklären, das habe eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission deutlich gemacht.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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