Corona-Lockerungen: Mundschutz bleibt, aber Musikclubs und Kitas wieder komplett offen

Dresden - Die nächsten Corona-Lockerungen in Sachsen sind da. Sie gelten vom 30. Juni bis zum 17. Juli.

Staatssekretär Uwe Gaul.
Staatssekretär Uwe Gaul.  © Ove Landgraf

Wichtigste Neuerungen: Allgemein gilt weiter Mundschutzpflicht, Musikclubs dürfen wieder Gäste empfangen, Kitas können bereits am Montag (29. Juni) in den Regelbetrieb zurück kehren.

"Die wesentlichen Regelungen bleiben erhalten: Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot, Pflicht zum Mund-Nase-Schutz", so Gesundheitsstaatssekretär Uwe Gaul am Dienstag im Anschluss an die Kabinettssitzung der Staatsregierung. 

Vor allem im Öffentlichen Personennahverkehr, in Taxis, aber auch in Läden muss damit weiter Maske getragen werden. Dafür sind ab Monatsende nun Familienfeiern in Gaststätten mit bis zu 100 Personen erlaubt (bislang max. 50). 

Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum bleiben weiterhin nur allein und mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes, in Begleitung der Partnerin oder des Partners, mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, und mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes oder mit bis zu zehn weiteren Personen erlaubt.

Nach den Theatern dürfen nun auch wieder die Musikclubs öffnen. "Allerdings ohne Tanz", so Gaul. Zudem gelte dort Maskenpflicht und die Pflicht zur Ausarbeitung ganz besonderer Hygienekonzepte, die die Besonderheit jedes Clubs zu berücksichtigen hätten! 

Der Staatssekretär betonte: Nach wie vor gilt Vorsicht. Bundesweite Hotspots, aber auch Entwicklungen wie vor wenigen Tagen im sächsischen Augustusburg, wo es binnen kurzer Zeit 39 neue Fälle gab, zeigten, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist. 

Ab 29. Juni wieder Regelbetrieb in Kitas

Kultusminister Christian Piwarz.
Kultusminister Christian Piwarz.  © Ove Landgraf

Kultusminister Christian Piwarz (44, CDU) kündigte eine Normalisierung der Regeln für Kitas an. "Ab Montag (29. Juni, Anm. der Red.) ist an den Kindertagesstätten wieder Regelbetrieb möglich. Dazu gehört auch die Umsetzung eigener pädagogischer Konzepte."

Ebenso normale Öffnungszeiten. "Wir erhoffen uns dadurch eine Entlastung der Erzieherinnen und Erzieher, aber auch der Kinder und ihrer Eltern."Weiterhin aber gelte beim Bringen und Abholen Maskenpflicht. Etwas anders wird es an den Horten. Hier bleiben die festen Gruppen. Erst ab Start Sommerferien komme der Regelbetrieb wieder ins Rollen.

In Kitas wie auch in Horts weiter gilt die Pflicht zur Gesundheitsbestätigung, nunmehr (ab Montag) allerdings nur noch für das Kind selbst (nicht mehr für die ganze Familie). 

Ab Ende der Woche soll zudem klarer sein, welche typischen Corona-Symptome für Kinder auffällig sind. Daran arbeite das Robert-Koch-Institut. Für Schulen bleibe vorerst alles wie gehabt, betonte Piwarz. ​So kurz vor den Ferien lohne keine Änderung. Es bleibe auch bei den Kopfnoten. Es gebe keinen "Freifahrtschein Corona, alles entschuldigen zu müssen."

Die Lehrer seien in einem Schreiben aber "um Fingerspitzengefühl" bei der Bewertung gebeten worden. Auch am Vorschlag zu einem Sommerschul-Fahrplan hält der Minister fest, betont aber, dass das für die Schulen freiwillig sei.

Titelfoto: Ove Landgraf

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