Sachsen: Mitgliederschwund dünnt Parteien aus

Dresden - Zu Beginn des Bundestagswahljahres kämpfen fast alle politischen Parteien in Sachsen weiter gegen den Mitgliederschwund.

Die Mitgliederzahl sinkt stetig - bei der SPD Sachsen schon das zweite Jahr in Folge. Sehr zum Missfallen von Landeschef Martin Dulig (46).
Die Mitgliederzahl sinkt stetig - bei der SPD Sachsen schon das zweite Jahr in Folge. Sehr zum Missfallen von Landeschef Martin Dulig (46).  © Bildmontage: imago images/David Heerde, Wolfgang Kumm/dpa

Zugelegt haben lediglich die Grünen, deren Mitgliederzahl bis Ende Dezember 2020 von 2664 auf 2871 Mitglieder stieg. Das war neuer Mitgliederrekord. Seit 2016 habe sich der Mitgliederbestand fast verdoppelt.

Im gleichen Zeitraum musste die CDU 100 Mitglieder einbüßen, dennoch war sie mit 10.200 Mitgliedern weiter Sachsens stärkste Partei. Nach eigenen Angaben haben die Sterbefälle und Abgänge die monatlich etwa 35 Neueintritte überstiegen.

Auch die Linke hatte mit Sterbefällen zu kämpfen. Mit gut 7400 Mitgliedern ist sie zumindest gemessen an der Mitgliederkartei die zweitstärkste Partei in Sachsen.

Nach einer Zeit stetigen Wachstums ist es bei der SPD 2020 mit einem Rückgang von 4906 auf 4718 schon das zweite Jahr in Folge bergab gegangen.

Auch die FDP tritt weiter auf Stelle. Die aktuell rund 2050 Mitglieder sind laut Landesgeschäftsführer Michael Gerhard etwa 50 weniger als Ende 2019. Vor allem "die Kemmerich-Geschichte" in Thüringen habe einige Mitglieder gekostet.

Bei der AfD ist der Stand von 2644 Mitgliedern etwa konstant geblieben.

Titelfoto: Bildmontage: imago images/David Heerde, Wolfgang Kumm/dpa

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