Sachsens Narren blicken zum 11.11.: Wie kann man jetzt noch Karneval feiern?

Chemnitz/Dresden - Sachsens Narren tragen Trauerflor. Aufgrund der aktuellen Pandemie dürfen sie ihr Brauchtum offiziell nicht ausleben.

Präsident Jörg Weiser (56).
Präsident Jörg Weiser (56).  © PR

Am 11.11. wird es in der kommenden Woche darum keine lustigen Sausen und fröhlichen Schlüsselübergaben vor Rathäusern geben.

"Uns ist nicht zum Feiern zumute. Corona und Fasching 2020/21 – das ist närrisch, aber verdammt ernst", sagt Jörg Weiser (56), der Präsident des Verbands Sächsischer Carneval. 

Für die Karneval-Vereine waren die vergangenen Monate nervenaufreibend, berichtet der Chemnitzer. Nach dem Lockdown im Frühjahr stürzten sich die Clubs hoffnungsvoll in die Vorbereitung der neuen Saison und brüteten über Hygienekonzepten.

Spätestens Mitte Oktober reifte dann die schmerzvolle Erkenntnis: Fasching wie bisher - mit Tanz, Kussfreiheit und feuchtfröhlicher Geselligkeit - kann es mit Corona-Schutz-Auflagen nicht geben.

Reihenweise wurden Veranstaltungen und Umzüge abgesagt.

Jörg Weiser trotzig: "Wir lassen uns aber nicht klein zu kriegen. Wir leben den Karneval trotz Pandemie – nur in diesem Jahr anders!"

2020/21 wird Fasching von den Karnevalisten notgedrungen neu erfunden - als Netzknaller für alle, die daheim feiern wollen.
2020/21 wird Fasching von den Karnevalisten notgedrungen neu erfunden - als Netzknaller für alle, die daheim feiern wollen.  © imago images/Westend61

So planen einige Faschings-Clubs Online-Shows sowie corona-konforme Aktionen. Beispiel: Am 11.11. um 11.11 Uhr werden zwei Mitglieder vom Weixdorfer Karnevals Club vorm Weixdorfer Ortsamt am Rathausplatz die Vereinsfahne hissen - auf Halbmast. 

Titelfoto: PR

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