Sachsen reagiert sofort: Impfungen mit Astrazeneca unverzüglich gestoppt

Dresden - Das Sächsische Gesundheitsministerium hat auf den vorläufigen Stopp für den Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland umgehend reagiert. Im Freistaat wird mit sofortiger Wirkung das Impfen mit dem Vakzin ausgesetzt.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD, 62).
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD, 62).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Vorausgegangen waren Meldungen von Blutgerinnseln im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag in Berlin mit.

Es handele sich um einen vorsorglichen Schritt, dem eine entsprechende Empfehlung des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vorangegangen sei, sagte ein Sprecher.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD, 62) teilte mit: "Sicherheit geht vor. Daher haben wir nach der Information durch die Bundesregierung sofort die Ärzteverbände und das Deutsche Rote Kreuz informiert."

Und weiter: "In den Impfzentren und auch bei unserem Modellprojekt bei niedergelassenen Ärzten darf der Impfstoff AstraZeneca ab sofort vorerst nicht mehr verimpft werden. Ich setze auf eine zügige Klärung. Natürlich wirft diese Entwicklung unsere Impfpläne gehörig zurück."

Das Impf-Chaos in Deutschland und Sachsen dürfte damit einen neuen Tiefpunkt erreicht haben.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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