Sachsen rechnet mit bis zu 80.000 Ukraine-Flüchtlingen! Wöller fordert bessere Verteilung

Dresden - Die Verteilung von Geflüchteten aus der Ukraine läuft in Sachsen bisher weitgehend auf freiwilliger Basis. Erst ab der nächsten Woche ist mit einer regulären Verteilung zu rechnen. Die Zahlen nehmen indes immer weiter zu.

Immer mehr Menschen flüchten aus der Ukraine nach Sachsen, vor allem Frauen und Kinder.
Immer mehr Menschen flüchten aus der Ukraine nach Sachsen, vor allem Frauen und Kinder.  © -/Ukrinform/dpa

Sachsen rechne inzwischen mit bis zu 80.000 Geflüchteten, so Innenminister Roland Wöller (51, CDU). Aktuell befinden sich 3140 Ukrainer, zu 80 Prozent Frauen und Kinder, in den Erstaufnahmen. Die Verteilung der Menschen auf die Kreise läuft bisher auf freiwilliger Basis.

Das gilt auch für die 150 Personen, die am Mittwoch nach Dresden kommen sollen. Ab der nächsten Woche soll dann die reguläre Verteilung beginnen.

Laut Wöller habe der Freistaat die Aufnahmekapazitäten seit Kriegsbeginn um über 5000 auf mittlerweile 10.000 erhöht. Ein weiterer Ausbau laufe bereits.

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Trotzdem: "Wir brauchen eine Steuerung durch den Bund und die Verteilung auf andere Bundesländer", forderte Wöller.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (51, CDU) fordert, dass die Flüchtlinge aus der Ukraine besser auf alle Bundesländer verteilt werden sollen.
Sachsens Innenminister Roland Wöller (51, CDU) fordert, dass die Flüchtlinge aus der Ukraine besser auf alle Bundesländer verteilt werden sollen.  © Petra Hornig

Eine Ansage aus Berlin gibt es noch nicht, aber andere Hilfe. So stellt der Bund zehn PIK-Stationen für die Registrierung von Geflüchteten aus der Ukraine und 20 Mitarbeiter, um die Registrierungen durchzuführen.

Titelfoto: -/Ukrinform/dpa und Petra Hornig

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