Sachsen: Rechtsextreme und anti-demokratische Kräfte sind eng vernetzt

Leipzig - Extrem rechte und antidemokratische Kräfte in Sachsen sind auf lokaler Ebene eng vernetzt. Das ist das Ergebnis eines Berichts des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts (EFBI) an der Universität Leipzig und der Amadeu Antonio Stiftung (AAS) in Sachsen, den die beiden Institutionen am Mittwoch veröffentlichten.

Teilnehmer einer Kundgebung der Kleinpartei Freie Sachsen läuft durch die Chemnitzer Innenstadt.
Teilnehmer einer Kundgebung der Kleinpartei Freie Sachsen läuft durch die Chemnitzer Innenstadt.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Sie wollen künftig systematisch die Online-Aktivitäten extremistischer Gruppen untersuchen.

Angesichts der engen Vernetzung sei es für die Autorinnen und Autoren nicht überraschend, dass sich innerhalb kürzester Zeit Aktionen wie der Fackelmarsch vor dem Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) organisieren ließen, hieß es.

"Sorge macht uns die Tatsache, dass in den Chats oder Gruppen Antisemitismus und andere Hass-Inhalte in der Regel ohne Widerspruch verbreitet werden, und zwar zum Teil auch von Menschen, die ihren Klarnamen nutzen", sagte Benjamin Winkler von der Amadeu Antonio Stiftung in Sachsen.

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Extrem rechte Akteure wie die Kleinpartei Freie Sachsen spielten eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung und Mobilisierung verschwörungsideologischer Inhalte in Sachsen.

Sie setzten auf eine schrittweise Radikalisierung von Personen, die vordergründig durch das Corona-Thema in die Chats gelangt seien.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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