Weniger Ausbildungsverträge in Sachsen: Zuschüsse für Ausbildungsbetriebe

Sachsen - Die Corona-Krise hinterlässt ihre Spuren, auch auf dem sächsischen Ausbildungsmarkt. So gibt es für das im September startende Lehrjahr bislang weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr. Um dem entgegenzuwirken, gibt's nun für Ausbildungsbetriebe - unter gewissen Bedingungen - Zuschüsse vom Bund. 

Aubsildungsbetriebe, die besonders von der Corona-Kriese betroffen sind, sollen vom Bund eine Präme pro Ausbildungsvertrag erhalten (Symbolbild).
Aubsildungsbetriebe, die besonders von der Corona-Kriese betroffen sind, sollen vom Bund eine Präme pro Ausbildungsvertrag erhalten (Symbolbild).  © Kirsten Neumann/dpa-tmn

Ende Juli wurden bei den sächsischen Handwerkskammern 3533 Ausbildungsverträge unterschrieben, 248 weniger als im Vorjahr.

Das teilte der Sächsische Handwerkstag am Samstag mit. Noch immer haben die Ausbildungsbetriebe im Handwerk mit der Corona-Krise zu kämpfen, hieß es. 

Aus diesem Grund stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung sogenannte Ausbildungsprämien zur Verfügung. 

Unternehmen, die - obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat - ihr Ausbildungsniveau halten, sollen 2000 Euro pro Ausbildungsvertrag erhalten. 

Betriebe, die ihr Ausbildungsplatzangebot erhöhen, winkt eine Prämie von 3.000 Euro pro Vertrag.

Zudem gibt es Zuschüsse, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schickt.

Außerdem erhalten Betriebe Übernahmeprämien, wenn sie die Auszubildenden von insolventen Betrieben übernehmen. Anträge für Zuschüsse können Unternehmen ab sofort auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit beantragen.

"Für die künftige Fachkräftesicherung in Sachsen ist es wichtig, dass die Betriebe auch in diesem Jahr weiter auf Ausbildung setzen", sagt Reinhilde Willems (57), Arbeitsagentur-Geschäftsführerin der Regionaldirektion Sachsen: "Gemeinsam mit unseren Partnern werben wir dafür und bieten Information und Beratung für Jugendliche und Betriebe auch in der Ferienzeit an."

Reinhilde Willems (57), Arbeitsagentur-Geschäftsführerin der Regionaldirektion Sachsen, unterstützt die Zuschüsse für Ausbildungsbetriebe (Archivbild).
Reinhilde Willems (57), Arbeitsagentur-Geschäftsführerin der Regionaldirektion Sachsen, unterstützt die Zuschüsse für Ausbildungsbetriebe (Archivbild).  © PR

Überall in Sachsen finden in den kommenden Wochen noch viele Aktionen rund um den Ausbildungsstart 2020 statt. Weitere Infos unter www.arbeitsagentur.de/sachsen

Titelfoto: Kirsten Neumann/dpa-tmn

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