Sachsen verlängert bestehende Corona-Regeln bis Ende August

Dresden - Sachsen hat die bestehenden Corona-Regeln unverändert bis zum 25. August verlängert.

Gesundheitsstaatssekretärin Dagmar Neukirch (48, SPD) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) informierten am Dienstag zur aktuellen Corona-Lage in Sachsen.
Gesundheitsstaatssekretärin Dagmar Neukirch (48, SPD) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) informierten am Dienstag zur aktuellen Corona-Lage in Sachsen.  © Holm Helis

Bis dahin gebe es verschiedene Bund-Länder-Gespräche, etwa zur Neubewertung des Inzidenzwerts auch abhängig von der Impfquote, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Dagmar Neukirch (48, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden.

Demnach ist denkbar, dass etwa Verschärfungen erst bei einer höheren Inzidenz in Kraft treten.

Die bundeseinheitliche Regelung dazu solle bis Anfang/Mitte August vorliegen. Die Inzidenz bleibt laut Neukirch aber ein wichtiger Wert.

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Es gehe jetzt um einen Plan für den Herbst in Vorbereitung auf eine vierte Corona-Welle. Ziel sei, dass es keinen weiteren Lockdown gebe, betonte Neukirch.

Vor allem sollen Schulen und Kitas offen bleiben. Dazu haben alle Ressorts jeweils eine Art "Hausaufgabenheft" mit entsprechenden Maßnahmen verfasst, um für den Herbst gewappnet zu sein. Der Plan wurde am Dienstag im Kabinett beschlossen.

Unter anderem ist vorgesehen, Gesundheitsämter bei Bedarf personell aufzustocken, um Kontakte von Infizierten möglichst schnell nachzuverfolgen und Quarantäne zu überwachen. Die Kommunen sind zudem angehalten, die Test-Infrastruktur schnell wieder hochfahren zu können. Auch Apotheken und Zahnärzte sollen bei Bedarf aushelfen.

Der Freistaat hält eine Notreserve an Schutzausrüstung und Schnelltests vor. Der Herbstplan sieht auch eine umfassende Testpflicht vor: Neben Urlaubsrückkehrern wird sie demnach auch für Beschäftigte mit direktem Kundenkontakt geprüft.

So geht es an den Schulen weiter

Vor Beginn des neuen Schuljahres zum 6. September müssen sich Lehrer, Schulleiter und anderes Schulpersonal zweimal auf das Coronavirus testen lassen. In den ersten beiden Schulwochen stehen Tests dann nicht nur für Lehrer, sondern auch für Schüler an - ebenfalls zweimal pro Woche.

In Regionen mit einer Inzidenz über zehn sind sogar drei Tests pro Woche Pflicht. In diesem Fall gilt zum Schulstart zudem Maskenpflicht im Schulgebäude sowie im Unterricht - außer an den Grundschulen. Auch für Hochschulen soll ein Testkonzept entwickelt werden - möglicherweise mit verpflichtenden Tests für Studenten zu Semesterbeginn.

"Auch wenn die Inzidenzen derzeit niedrig sind, bereiten wir uns schon jetzt auf den möglichen signifikanten Wiederanstieg der Infektionszahlen vor", sagte die Staatssekretärin.

Titelfoto: Holm Helis

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