Sachsen weiter Schlusslicht beim Impfen: Köpping nimmt alle Arztpraxen in die Pflicht

Dresden - Die Inzidenz in Sachsen ist gegen den Bundestrend erneut gesunken. Doch beim Impfen hinkt der Freistaat allen anderen Ländern hinterher. Geht es nach Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD), sollen noch mehr Praxen mitimpfen. Und Krankenhäuser.

Sachsen hinkt bei den Impfquoten hinterher.
Sachsen hinkt bei den Impfquoten hinterher.  © Grafik: dpa

"Alle denken immer noch, dass nur die Hausärzte impfen können. Nein, jeder niedergelassene Arzt kann impfen. Und da haben wir noch Luft nach oben", sagte Köpping in der vergangenen Woche.

Tatsächlich könnten in Sachsen 4000 Arztpraxen Corona-Schutzimpfungen vornehmen, aber nur 65 Prozent davon sind tatsächlich dabei (2300 Praxen).

Außerdem werde derzeit geprüft, ob Impfungen für jedermann in den Krankenhäusern möglich sind, so Köpping weiter.

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Gespräche mit dem Bund und der Gesundheitsministerkonferenz laufen bereits.

Mehr Impfungen hat Sachsen bitter nötig.

Nach dem Impfmonitoring des Robert-Koch-Instituts liegt der Freistaat bei den Erstimpfungen mit einer Quote von 48,4 Prozent auf dem letzten Platz (Zweitimpfung: 37,3 Prozent, Platz 9. - Stand: 4.7.).

Petra Köpping (63, SPD), Gesundheitsministerin in Sachsen, wird mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft.
Petra Köpping (63, SPD), Gesundheitsministerin in Sachsen, wird mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft.  © dpa-Zentralbild

Gut macht sich Sachsen dagegen bei den Neuinfektionen. Während die Wochen-Inzidenz aktuell bundesweit bei 5 stagnierte, sank sie in Sachsen von 2,3 am Sonntag auf 2,1 am Montag.

Titelfoto: dpa-Zentralbild

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