Sachsen will bis zu 20 Kinder aus Flüchtlingslagern aufnehmen

Dresden - Sachsen will bis zu 20 Kinder aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen. Das teilte die sächsische Regierung am Dienstag nach ihrer Kabinettssitzung mit. 

Ein kleines Mädchen steht vor einem Flüchtlingslager.
Ein kleines Mädchen steht vor einem Flüchtlingslager.  © Ismail Coskun/IHA/AP/dpa

"Dass wir Kindern helfen müssen, die ohne Familie auf der Flucht sind und unter ‎unzumutbaren Umständen kampieren, war und ist für mich eine Herzensangelegenheit", sagte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD).

SPD und Union hatten in der Nacht bei einem Treffen im Kanzleramt beschlossen, dass Deutschland zusammen mit anderen EU-Staaten bis zu 1500 Kinder aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnimmt. 

Rund 400 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren will Deutschland demnach insgesamt Schutz gewähren. 

Sachsen werde seinen Beitrag dazu leisten, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in einer Videobotschaft. 

"Ich halte es für richtig, dass gerade diejenigen, die sich alleine nicht helfen können, die in großer Not sind, auch unsere Solidarität erhalten."

Mehrere Städte und Kommunen in Sachsen hatten bereits im Vorfeld ihre Bereitschaft zur Aufnahme signalisiert. 

Auch die Diakonie Sachsen unterstütze das Vorhaben, unbegleitete minderjährige ‎Flüchtlinge nach ‎Deutschland zu holen. "Wir ‎sind hier bestens gerüstet, viel besser als 2015 und verfügen als Diakonie über langjährige Erfahrung im Umgang und bei ‎Unterbringung dieser jungen Menschen und Kinder‎", sagte Diakonie-Chef Dietrich Bauer.

Integrationsministerin Petra Köpping.
Integrationsministerin Petra Köpping.  © Sebastian Kahnert/ZB/dpa

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