Sachsen zahlt in Pandemie Millionen für Berufspendler aus Nachbarländern

Von Simona Block

Dresden - Sächsische Unternehmen haben in der Corona-Pandemie bis Ende Juni insgesamt 1517 Anträge auf Förderung für Berufspendler aus Tschechien und Polen gestellt.

Tausende Berufspendler aus den Nachbarländern kommen täglich nach Sachsen.
Tausende Berufspendler aus den Nachbarländern kommen täglich nach Sachsen.  © Kay Nietfeld/dpa

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums waren es 2020 von März bis Mai 290 und 1251 zwischen Mitte Dezember 2020 und Ende Juni 2021.

Dabei wurden insgesamt 55.206 Übernachtungen für Beschäftigte und deren Familienangehörige aus den beiden Ländern bezuschusst.

Die Gesamtförderung summierte sich auf rund 2,5 Millionen Euro.

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Sachsen hatte Firmen, die Pendler und Pendlerinnen aus Tschechien und Polen beschäftigen, bei Test- und Übernachtungskosten finanziell unterstützt.

Das Programm ist ausgelaufen, nachdem der Bund bei der Einreise seit Mitte Mai keine verpflichtenden Corona-Tests für Berufspendler mehr vorsah und die Grenze zum Arbeiten ohne Einschränkungen überquert werden darf.

Nach Ministeriumsangaben wurden 2296 Menschen aus Tschechien und 1060 aus Polen, die in Sachsen arbeiten, unterstützt.

Bis zum 7. Juli wurden 1083 aller Anträge bewilligt, 20 abgelehnt oder zurückgezogen und 439 sind noch in Bearbeitung.

Der Freistaat förderte zudem Corona-Testkosten für 10.432 Pendler mit 491.000 Euro - darunter auch für 89 Sachsen mit Jobs in den beiden Nachbarländern.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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