Sachsens Künstler bitten Michael Kretschmer um Wiedereröffnung der Theater

Dresden - Zahlreiche sächsische Künstler haben die Politik um Wiedereröffnung ihrer Spielstätten in der Corona-Krise ersucht.

Die Künstler appellierten an Sachsens Ministerpräsident, dass Theater dank gutem Hygienekonzept ungefährlich seien und sie deswegen wieder geöffnet werden könnten.
Die Künstler appellierten an Sachsens Ministerpräsident, dass Theater dank gutem Hygienekonzept ungefährlich seien und sie deswegen wieder geöffnet werden könnten.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Live-Kultur ist wichtig für die seelische Gesundheit, weil sie Hirn, Herz und Bauch gleichermaßen zu berühren vermag - eine Fähigkeit, die kein digitales Ersatzangebot leisten kann", heißt es in einem am Montag veröffentlichten offenen Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Ohne Live-Kultur werde es nicht nur still, sondern auch kalt, "weil Populisten ohne lauten Widerspruch die Gesellschaft weiter spalten können", hieß es unter anderem.

Die Unterzeichner äußerten ihr Unverständnis, dass die in den vergangenen Monaten auch mit staatlicher Förderung für die Virenminimierung hochgerüsteten Zuschauersäle und Foyers wieder geschlossen wurden.

"Bis heute konnte deutschlandweit keine einzige Ansteckung in einen Theatersaal zurückverfolgt werden", erklärte die Künstler in dem offenen Brief.

"Die Theater haben kluge und kostenintensive und von den Gesundheitsämtern überprüfte Hygienekonzepte entwickelt, die Zuschauer sitzen vernünftig auf Abstand und tragen Maske, Frischluftsysteme wurden aufwendig eingebaut oder aufgerüstet, manche Theater haben sogar hochmoderne Ionisierungsanlagen installieren lassen."

Man brauche in Zukunft differenzierte Lösungen, die eine Öffnung der Kultureinrichtungen einschließt, hieß es. Zugleich baten die Künstler um ein persönliches Gespräch, um Vorschläge unterbreiten zu können.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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