Sachsens Liebesdamen haben Verkehrsverbot, doch das soll sich jetzt ändern

Dresden -  Die Einschränkungen und Verbote im Zuge der Corona-Pandemie treffen Prostituierte auch in Sachsen schwer. Die Staatsregierung muss dringend handeln - fordert Die Linke.

Vielerorts gibt es solche Einblicke derzeit nicht: Viele Bordelle sind geschlossen. Die Linke fordert finanzielle Hilfen.
Vielerorts gibt es solche Einblicke derzeit nicht: Viele Bordelle sind geschlossen. Die Linke fordert finanzielle Hilfen.  © dpa/Andreas Arnold

"Das De-Facto-Verbot der Sexarbeit bringt viele Beschäftigte seit Monaten in größte finanzielle Nöte", sagt Sarah Buddeberg (38), parlamentarische Linken-Geschäftsführerin und Sprecherin für Gleichstellungs- und Queerpolitik.

Im Landtag hatte sie Mitte Oktober unter anderem eine finanzielle Soforthilfe zur Existenzsicherung und die Fortführung der Gesundheitsberatungen wie vor der Corona-Pandemie gefordert.

Auch bei den Grünen sieht man Handlungsbedarf. Vor allem bei der niedrigschwelligen Unterstützung zur Existenzsicherung und Unterbringung, so Lucie Hammecke (24), die gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen.

Ob der Antrag der Linken die Chance auf eine Debatte im Landtag hat, ist noch nicht entschieden. Er wird zunächst im Ausschuss beraten.

Nach Sachsens neuester Corona-Schutzverordnung müssen Bordelle in einer Region mit einer 7-Tage-Inzidenz von 50 geschlossen werden.

Ein Verbot helfe niemandem, so Sarah Buddeberg. Bisher sei in keinem einzigen Fall ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus durch Sexarbeit nachgewiesen worden.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

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