Sachsens neue Schulpolitik: Mehr testen, weniger schließen

Dresden - Sachsen will Schulschließungen in der Corona-Pandemie künftig flexibler handhaben.
Schulen sollen in Sachsen nicht mehr automatisch ab einer Inzidenz von 100 schließen müssen.
Schulen sollen in Sachsen nicht mehr automatisch ab einer Inzidenz von 100 schließen müssen.  © dpa/Philipp von Ditfurth

Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (62, SPD) am Dienstag ankündigte, sollen Schulen auch bei einem Inzidenzwert von über 100 geöffnet bleiben.

"Wir wollen ein stabiles Beschulen der Kinder möglich machen", sagte Köpping. Dazu gehört ein konsequentes Testregime und die Ausweitung der Testpflicht.

Das bedeutet konkret: Testpflicht auch für Grundschulkinder und zweimal wöchentliche Tests. Kinder, die nicht getestet sind, bleiben zu Hause und lernen im Fernunterricht, wie bisher auch.

Trotz der Aufweichung der dazu geltenden Regelung wollte die Gesundheitsministerin sich nicht darauf festlegen, ob die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen.

Am Abend erklärte Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU) bei einer Videokonferenz, die Bedingungen für Präsenzunterricht würden derzeit diskutiert. Dabei sollen die Tests für Lehrer und Schüler aller Schularten helfen. "Dafür brauchen wir jeweils 1,2 Millionen Schnelltests, an der Beschaffung arbeiten wir." Ziel sei es, die Schulen ab dem 12. April wieder zu öffnen.

Darüber hinaus prüft das Ministerium derzeit, ob verpflichtende Tests auch in Kitas eingeführt werden.

Aktuell läuft dazu ein Pilotprojekt im Landkreis Nordsachsen.

Titelfoto: dpa/Philipp von Ditfurth

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