Sachsens Raser zahlen die Hälfte aller Bußgelder

Dresden/Chemnitz - Zu schnell gefahren oder falsch geparkt? Den mit Abstand größten Teil der von Sachsens Kommunen verhängten Bußgelder müssen Autofahrer zahlen. Die meiste Kohle kommt dabei von Rasern.

Der Blitzer in der Bergstraße in Dresden hat schon mehrere Fotos von zu schnell fahrenden Fahrzeugen geschossen.
Der Blitzer in der Bergstraße in Dresden hat schon mehrere Fotos von zu schnell fahrenden Fahrzeugen geschossen.  © Petra Hornig

Die Einnahmen aus Bußgeld schrumpften in Chemnitz 2020 (verglichen mit 2019) von 6,17 auf 5,78 Millionen Euro.

Etwa jeder zweite Bußgeld-Euro entfiel auf zu schnelles Fahren. Wegen des Corona-Lockdowns seien die Fallzahlen der festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen in den Monaten März, April und Mai sowie November und Dezember spürbar gesunken, berichtet dazu eine Stadt-Sprecherin.

Falschparker brachten der Stadt insgesamt rund 1,54 Millionen Euro ein.

Andere Bußgeld-Gründe sind z.B. die ignorierte Leinenpflicht für Hunde, Lärmbelästigung, Umweltverschmutzung, Verstöße gegen das Baurecht oder die Schulpflicht.

In Dresden sieht es ähnlich aus. Dort gingen die Bußgeld-Einnahmen, die in den Gesamthaushalt fließen, im vergangenen Jahr von 10,7 auf etwa 8,5 Millionen Euro zurück.

Nur in Leipzig gab es durch die Lockdowns keinen Rückgang bei den Geschwindigkeitsverstößen und den entsprechenden Bußgeldern, berichtet ein Stadtsprecher.

Demnach wurden 2020 fast 216.000 Geschwindigkeits- oder Rotlichtverstöße angezeigt. (2019: 201.100). 2019 hatten Ordnungswidrigkeiten rund 11,5 Millionen Euro in die Stadtkasse gespült. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor.

Titelfoto: Petra Hornig

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