Sachsens Schüler wollen wegen Corona keinen Schulsport mehr

Dresden - Sachsens Landesschülerrat (LSR) hat sich angesichts der verschärften Corona-Maßnahmen gegen Schulsport ausgesprochen.

Laut dem Landesschülerrat von Sachsen stellt der Schulsport in Corona-Zeiten eine Gefahr dar. (Symbolbild)
Laut dem Landesschülerrat von Sachsen stellt der Schulsport in Corona-Zeiten eine Gefahr dar. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

"Nicht nur der Sport selber, der zwingend im Winter in der Turnhalle stattfinden muss, auch das enge Zusammenstehen davor und danach in den Umkleidekabinen konterkariert das Argument, mit dem man das Maskentragen im Unterricht begründet", sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka laut einer Mitteilung am Samstag.

Selbst wenn statt Mannschafts- Individualsport betrieben würde, ändere dies nichts daran, dass man in der Turnhalle und beim Umkleiden miteinander in Kontakt komme.

Von Montag an müssen laut Kultusministerium Gymnasiasten der Klassen 11 und 12 sowie Berufsschüler auch im Unterricht eine Maske tragen, wenn die Abstände in den Klassenräumen nicht eingehalten werden können.

Alle Schüler ab Klassenstufe 5 sind verpflichtet, außerhalb der Klassenzimmer eine Maske zu tragen, falls der erforderliche Abstand nicht möglich ist. Lehrerinnen und Lehrer erhalten auf Wunsch eine FFP2-Maske.

Insgesamt befürwortet der Schülerrat die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, wenn auch das Tragen der Maske im Unterricht eine erhebliche Belastung sei. Unterricht in der Schule zu gewährleisten, sei die beste Lösung.

"Dass Präsenzunterricht zur Prüfungsvorbereitung besser ist als Online-Lernen, hat uns die erste Corona-Welle gezeigt. Jeder von uns wünscht sich, solange es geht, im Präsenzunterricht sitzen zu können", betonte Kesicka.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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