Sachsens Weihnachtsbaum-Verkäufer gut gerüstet: Preise steigen nur leicht

Leipzig - Die sächsischen Weihnachtsbaumhändler sehen sich gut für die Adventszeit gerüstet. Es habe wieder mehr Niederschlag gegeben, man stehe also deutlich besser da als in den vergangenen drei trockenen Jahren, sagte Andreas Meile vom sächsischen Baumschulverband.

In Bad Gottleuba-Berggießhübel wird eine Nordmanntanne mit einem Transportnetz versehen.
In Bad Gottleuba-Berggießhübel wird eine Nordmanntanne mit einem Transportnetz versehen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Sturm und Borkenkäfer hätten keine Auswirkungen auf das diesjährige Angebot. Dass der Borkenkäfer keine Rolle spielte, bestätigte auch Renke Coordes, Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst: "Die Weihnachtsbäume sind für den Schädling zu klein, denn der braucht eine viel dickere Borke."

Derweil gilt es wegen der Corona-Pandemie nach wie vor bestimmte Regeln beim Verkauf einzuhalten. Menschen, die entsprechende Angebote nutzen und etwa ihren Baum selbst sägen wollen, müssen mitunter vorab einen Termin vereinbaren.

"Beispielsweise hat der Forstbezirk Neustadt auf Online-Anmeldung umgestellt, um Kontrollpflichten gewährleisten zu können und bei den Verkaufsterminen nicht überrannt zu werden", sagte Renke Coordes.

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Andere Anbieter setzen vorerst nicht auf ein Terminsystem und appellieren an den gesunden Menschenverstand. "Wir sind draußen an der frischen Luft, und es ist genug Platz für alle, um genügend Abstand zu halten", sagte Robert Kleinstäuber, der zwei Weihnachtsbaumplantagen in Bad Gottleuba-Berggießhübel und Stolpen (beide Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) betreibt.

Außerdem müsse nicht nur Abstand gehalten, sondern auch ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Desinfektionsmittel stünden bereit.

Die Preise für das festliche Nadelholz bleiben weitestgehend stabil oder steigen nur moderat. "Mit den Preisen nach unten zu gehen ist eigentlich nicht möglich", sagte Baumschulverbandsvorstand Andreas Meile. Grund seien vor allem die gestiegenen Kraftstoffpreise und Personalkosten.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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