Sächsische Regierung plant neue Agrar-Regelungen: Bauern wollen mitreden!

Dresden - "Gut gedacht, schlecht gemacht", sagen Sachsens Bauern zu Zukunftsplänen des Landwirtschaftsministeriums für ihre Branche.

Landesbauernpräsident Torsten Krawczyk (45).
Landesbauernpräsident Torsten Krawczyk (45).  © Dirk Knofe - Picturework.eu

Stein des Anstoßes ist der Entwurf für alle Umwelt-, Klima- und sonstigen Bewirtschaftungsverpflichtungen im ländlichen Sachsen von 2021 bis 2027. 

Das Papier listet die Bedingungen für das millionenschwere "Förderprogramm zu Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen" auf. 

"Dringenden Handlungsbedarf" sieht Landesbauernpräsident Torsten Krawczyk (45), seit er den Entwurf studiert hat.

Vor allem spezielle Öko-Auflagen des seit Dezember grün geführten Ministeriums stören die Bauern. Zum Beispiel die Pflicht zur Anlage von Feldlerchenfenstern stört sie. 

Das fordern die Bauern in Sachsen

Sachsens Bauern befürchten zu strenge Umweltauflagen, um ab 2021 an Fördergeld zu kommen.
Sachsens Bauern befürchten zu strenge Umweltauflagen, um ab 2021 an Fördergeld zu kommen.  © dpa/Sebastian Kahnert

Grundsätzlich fordern die Landwirte: "Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen sollen eine Ergänzung zur landwirtschaftlichen Produktion sein. Aus diesem Grund sollten sie auf 50 Prozent der betrieblichen Ackerfläche begrenzt werden." 

Der Verband vertritt 4600 Mitglieder, darunter 1200 landwirtschaftliche Betriebe.

Das Ministerium von Wolfram Günther (47, Grüne) zeigt sich von der Kritik "überrascht", so ein Sprecher. Vor allem vom Zeitpunkt. 

Bei allen Punkten handele es sich um Vorschläge, man sei erst mitten in der Anhörung. 

Grundsätzlich treffe es aber zu, dass die Auflagen strenger ausfallen, was wiederum mit Vorgaben der EU zusammenhänge.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert, Dirk Knofe - Picturework.eu

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