Sächsische Schweiz: Waldbrand verhagelt die Tourismus-Bilanz

Pirna - Wochenlang tobte im Sommer in einem Teil des Elbsandsteingebirges ein Waldbrand. In Hotels und Pensionen hagelte es Stornierungen. Die Lage bessert sich nun – doch das Tourismus-Geschäft hat sich noch längst nicht erholt.

Sonnenlicht fällt nahe der Basteibrücke auf die herbstlich gefärbten Bäume im Nationalpark. An Touristen fehlt es seit dem Waldbrand.
Sonnenlicht fällt nahe der Basteibrücke auf die herbstlich gefärbten Bäume im Nationalpark. An Touristen fehlt es seit dem Waldbrand.  © Robert Michael/dpa

Der Rauch ist verzogen, die Nachwehen des Waldbrandes bleiben: "Die Buchungslage mit Blick auf die Herbstferien ist wieder besser – sie liegt aber noch deutlich hinter den starken Werten der Vorjahre zurück", sagte Tino Richter (50), Geschäftsführer des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz.

Einerseits sei noch immer eine gewisse Corona-Zurückhaltung zu spüren. "Andererseits fehlen nach wie vor Buchungen, die während der Waldbrände oder danach nicht getätigt wurden."

Der Waldbrand habe direkt für erhebliche Ausfälle gesorgt.

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"Zusätzlich fehlten in dieser Zeit neue Buchungen für die Herbstmonate. So blieb nach unserer Einschätzung auch der September deutlich hinter den Vorjahren zurück", beschreibt Richter die Situation. Erst für Oktober verspüre man eine leichte Erholung.

Mit einer groß angelegten, vom Freistaat unterstützten Werbekampagne versuchen die örtlichen Touristiker nun, die Nachfrage anzukurbeln.

Tino Richter (50) ist Chef des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz.
Tino Richter (50) ist Chef des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz.  © Ove Landgraf

"Um nun vor allem noch die Wintermonate und Buchungen für das nächste Jahr für die Region zu stabilisieren", erklärt der Verbands-Chef.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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