Schleusen von Ausländern mit Todesfolge: Tatverdächtiger landet in U-Haft

Pirna/Görlitz - Die Niederlande haben einen mutmaßlichen Schleuser nach Deutschland ausgeliefert, der Ende Oktober 22 Migranten nach Sachsen gebracht haben soll.

Der 42 Jahre alte Tatverdächtige befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Der 42 Jahre alte Tatverdächtige befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.  © Bundespolizei

Sein Transporter mit polnischem Kennzeichen war damals bei einer Kontrolle nahe der Autobahn 4 bei Schöpstal (Landkreis Görlitz) aufgefallen, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Darin befanden sich 22 Migranten, darunter ein lebloser Mann. Der 32 Jahre alte Iraker war an Multiorganversagen gestorben, wie eine Obduktion jetzt zeigte.

Gegen den 42 Jahre alten Tatverdächtigen wird wegen des Einschleusens von Ausländern mit Todesfolge ermittelt.

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Niederländische Polizisten hatten ihn im November in einem Hotel in Amsterdam gestellt. Seitdem befand er sich in Auslieferungshaft und wurde nach einem Auslieferungsersuchen der Staatsanwaltschaft Görlitz an die deutsche Bundespolizei übergeben.

In diesem Transporter wurden rund 30 Flüchtlinge aufgegriffen.
In diesem Transporter wurden rund 30 Flüchtlinge aufgegriffen.  © LausitzNews/Jens Kaczmarek

Den Angaben zufolge wurde er am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.

Titelfoto: Bundespolizei

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