Schluss mit "Matte": Laienspieler werden ordentlich zurechtgestutzt!

Zschorlau (Erzgebirgskreis) - Vornehmlich betagtere Herren der Erzgebirgsgemeinde trugen bis zum letzten Wochenende verwegene Zauselfrisuren und Rauschebärte. Denn zu Ostern sollten mal wieder Ostdeutschlands größte Passionsspiele gegeben werden. Das Ereignis wurde erst mal gecancelt.

Aller fünf Jahre haben lange Männerhaare im erzgebirgischen Zschorlau Saison.
Aller fünf Jahre haben lange Männerhaare im erzgebirgischen Zschorlau Saison.  © PR/Passionsspielverein Zschorlau e.V.

"Und dabei hatten wir noch Glück im Unglück", behauptet Dieter Schürer, Vereinsvorsitzender und Regisseur. 

"Wir hatten noch nicht mit dem Aufbau der Kulissen begonnen, das wäre so richtig ins Geld gegangen."

Aller fünf Jahre bringen bis zu 160 Laien-Darsteller aus der Gemeinde die Leidensgeschichte von Jesus Christus auf die Bühne. 

Damit niemandem - wie peinlich - die Perücke verrutscht oder der Kinnbart abfällt, entschied man sich für die natürliche Variante einer haarigen Maske. 

Besonders Jesus und die Jünger sowie die Hohepriester sind recht zugewachsen.

Passionsspiele erst Ostern 2021

Über achtzig Prozent der 5 600 Karten wurden verkauft. Sie behalten ihre Gültigkeit, wenn die Spiele 2021 gegeben werden. 

Bleibt die Mähne bis dahin auf dem Kopf, wo doch jetzt sämtliche Friseure geschlossen haben? 

Dieter Schürer: "Viele haben sich die Haare von ihren handwerklich mehr oder weniger begabten Ehefrauen stutzen lassen. Bei einigen fällt das besonders auf."

Infos gibt's auf passionsspiel-zschorlau.de und im +++ Coronavirus-Chemnitz-Liveticker +++

Titelfoto: PR/Passionsspielverein Zschorlau e.V.

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