Schon ab 20 Neuinfektionen: Sachsen greift schneller bei Corona-Fällen ein!

Dresden - Der Freistaat Sachsen hat die Maßnahmenpläne für einen Coronavirus-Ausbruch mit einem Vier-Stufen-Plan konkretisiert.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, schaut in ihre Unterlagen mit den aktuellen Fallzahlen. (Archivbild)
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, schaut in ihre Unterlagen mit den aktuellen Fallzahlen. (Archivbild)  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Künftig soll bereits ab einer Zahl von 20 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ein Vorwarnsystem ausgelöst werden. 

"Da wir es zukünftig mit lokalen Ausbrüchen zu tun haben werden, haben wir uns zu diesem Strategiewechsel von einem landeseinheitlichen Vorgehen hin zu regionalen oder lokalen Maßnahmen in Abhängigkeit der 7-Tagesinzidenzen entschieden", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am heutigen Dienstag in Chemnitz.

Ab 35 neuen Fällen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen greifen danach die ersten Einschränkungen. Dann können Beschränkungen wie die Absage von Veranstaltungen oder die Sperrung von Plätzen gelten. 

Zugleich wird der Kreis der Personen erweitert, die auf das Coronavirus getestet werden können.

Bei 50 Fällen auf 100.000 Bewohner ist "absoluter Ernstfall" erreicht

Ein Mann wird in einem Zelt auf Corona getestet. (Symbolbild)
Ein Mann wird in einem Zelt auf Corona getestet. (Symbolbild)  © dpa/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Bei einem Inzidenzwert von 50 neuen Fällen ist dem Plan zufolge "der absolute Ernstfall erreicht", wie es vom Gesundheitsministerium heißt. 

Dann werden zur Unterbrechung der Infektionsketten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Kontaktverbote oder Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet. 

Überdies kann es dann zu großräumigen Schließungen von Einrichtungen kommen. Ein Corona-Test wird für bestimmte Berufs- und Bevölkerungsgruppen verpflichtend. 

Unter 20 Infektionen als Phase 0 werden keine Maßnahmen ergriffen.

Für die in den einzelnen Stufenphasen nötigen freiwilligen und verpflichtenden Testungen stellt der Freistaat rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. 

Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild, dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

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