Schüler in Sachsen künftig günstiger mit Bus und Bahn unterwegs

Dresden - Nach langem Ringen soll nun das Bildungsticket in Sachsen kommen: Vom 1. August an können Schüler damit ganztägig kostengünstig innerhalb eines Verkehrsverbundes unterwegs sein, kündigte Verkehrsminister Martin Dulig (46, SPD) am Montag an.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD) stellte am Montag das geplante Bildungsticket vor.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD) stellte am Montag das geplante Bildungsticket vor.  © Robert Michael/dpa

Es soll höchstens 180 Euro pro Jahr - also 15 Euro pro Monat - kosten. Darauf verständigte sich der Freistaat mit Vertretern der Kommunen und Verkehrsverbünde.

Berechtigt sind demnach alle Schüler der allgemeinbildenden Schulen sowie jene an berufsbildenden Schulen - sofern sie keine duale Ausbildung absolvieren. Für sie gibt es bereits das Azubiticket.

Dulig sprach von einem "wirklichen Durchbruch". Das Bildungsticket, zu dem sich CDU, Grüne und SPD auch im Koalitionsvertrag bekannten, sollte eigentlich zum Schuljahresbeginn 2020/21 eingeführt werden, scheiterte jedoch immer wieder an einer fehlenden Einigung zwischen dem Verkehrsminister und den Zweckverbänden.

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Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums beteiligt sich der Freistaat mit rund 50 Millionen Euro pro Jahr an den Kosten für das Bildungsticket.

Prinzipiell gilt für das Bildungsticket der Verbundraum der Schule. Liegen aber Wohn- und Schulort weit auseinander, könne auch der Wohnort gewählt werden, erklärte Dulig.

Die Zweckverbände hätten aber zugesichert, individuelle Lösungen für Schul- und Wohnorte im Bereich von Verbundgrenzen anzustreben.

Mehr Mobilität im ländlichen Raum angekündigt

Zudem kündigte Dulig die Gründung einer Sächsischen Mobilitätsgesellschaft an, die bis Ende 2022 ihre Arbeit aufnehmen soll. Sie soll ihren Sitz im ländlichen Raum haben und sich um eine gemeinsame Strategie für den öffentlichen Nahverkehr sowie übergreifende Aufgaben kümmern.

Ferner verständigte sich Dulig mit den Landkreisen und Großstädten auf eine Weiterentwicklung des Plus-Bus-Netzes im Land.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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