So gefährlich ist jetzt das Betreten von Eisflächen

Chemnitz - Schnee und eisige Temperaturen haben Sachsen und weite Teile der Bundesrepublik in ein Winterwunderland verwandelt. Durch die niedrigen Temperaturen haben sich auf einigen Gewässern schon dünne Eisflächen gebildet.

Auch wenn die gefrorenen Oberflächen von Gewässern zum Eislaufen verlocken, sollte man die Eisflächen derzeit nicht betreten.
Auch wenn die gefrorenen Oberflächen von Gewässern zum Eislaufen verlocken, sollte man die Eisflächen derzeit nicht betreten.  © 123 RF/ Dmitrii Shironosov

Doch auch wenn es verlockend aussieht, sollte man bei einem Spaziergang noch einen großen Bogen um die gefrorenen Gewässer machen. So warnt zum Beispiel die Landestalsperrenverwaltung (LTV) vor dem Betreten von Eisflächen auf Flüssen, Talsperren und Wasserspeichern. "Durch die schwankenden Wasserspiegel ist das Eis nicht tragfähig. Bei Betreten besteht Lebensgefahr!", teilt die LTV mit.

Besonders bei Talsperren besteht durch die schwankenden Wasserstände die Gefahr, dass sich unter dem Eis gefährliche Hohlräume bilden. Viele Staumauern sind zudem mit Eisfreihaltungsanlagen ausgestattet, wo aufsteigende Luftblasen eine geschlossene Eisdecke verhindern.

"Flüsse sind ständig in Bewegung. Deshalb sind sie meistens nicht vollständig zugefroren. Randeis an den Ufern kann leicht abbrechen, da sich durch die ständig wechselnden Wasserstände auch hier Hohlräume bilden", warnt die Behörde.

Beim Einbrechen besteht Lebensgefahr

Beim Einbrechen in das eiskalte Wasser ist das Risiko groß, dass man innerhalb kürzester Zeit das Bewusstsein verliert und ertrinkt. Besonders Kinder sollte man auf die Gefahren hinweisen.

Für alle, die mal wieder ein paar Runden auf Schlittschuhen drehen wollen, gibt es derzeit keine Alternativen. Das Eissportzentrum Chemnitz hat wegen der aktuell geltenden Corona-Schutz-Verordnung vorerst bis 7. Februar den Betrieb eingestellt. Dadurch ist auch kein öffentliches Eislaufen möglich.

Die LTV warnt aber nicht nur vorm Betreten von Eisflächen, sondern weist auch auf das Verbot von Rodeln auf Deichen hin. "Deiche schützen uns vor Hochwasser. Durch das Betreten und Befahren – aber eben auch durch Rodeln – kann die Grasnarbe des Deiches beschädigt werden", warnt Heinz Gräfe, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung.

Die Grasnarbe ist entscheidend für die Standfestigkeit der Hochwasserschutzanlagen.

Titelfoto: 123 RF/ Dmitrii Shironosov

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