Spektakuläre Flucht: Mercedes-Dieb springt von Brücke in die Neiße

Radebeul/Podrosche - Der Bundespolizei in Sachsen gelang es zwar eine Verfolgungsjagd zu beenden, allerdings ohne den verfolgten Fahrer dingfest zu machen. Dieser floh am Ende zu Fuß vor den Beamten.

Solch einen Mercedes Benz Vito wollten die Bundespolizisten in der vergangenen Nacht stoppen. (Symbolbild)
Solch einen Mercedes Benz Vito wollten die Bundespolizisten in der vergangenen Nacht stoppen. (Symbolbild)  © 123RF/Farhad Ibrahimzade

In der Nacht zum heutigen Montag fiel einer Streife der Bundespolizei Ludwigsdorf und des Zolls ein Transporter vom Typ Mercedes Benz Vito bei Steinbach im Landkreis Görlitz auf.

Eine Routinekontrolle sollte klären, ob der Fahrer etwas Verbotenes transportierte oder sich eventuell anderweitig strafbar machte.

Gegen 1.30 Uhr fuhren die Beamten deshalb neben dem verdächtigen Fahrzeug und forderten den unbekannten Mann durch das geöffnete Fenster auf, stehen zu bleiben, teilte die Bundespolizei mit.

"Ja, ja", soll der Fahrer nur entgegnet haben. Doch dann trat er richtig aufs Gas und versuchte zu fliehen. Von der S127 bog er auf den Neiße-Radwanderweg ab und bretterte in Richtung Polen.

Die Besatzung eines zweiten Streifenwagens legte unterdessen in der Grenzstadt Podrosche einen Nagelgurt auf die Straße. 

Zwar fuhr der Flüchtige über diesen, doch zum Anhalten bewegte ihn das nicht. Mit kaputten Reifen fuhr der Mann einfach weiter, solange es ging.

Dieb springt von Brücke in die Neiße und flieht nach Polen

Die Polizei verfolgte den Transporter bis zur Grenze, dann verschwand der Fahrer. (Symbolbild)
Die Polizei verfolgte den Transporter bis zur Grenze, dann verschwand der Fahrer. (Symbolbild)  © 123rf/Oleksandr Lutsenko

"Der Gurt und die Anhaltesignale der Beamten konnten die Weiterfahrt zunächst nicht verhindern", teilten die Beamten weiter mit. Erst auf der Brücke nach Polen kam der Mercedes-Transporter zum Stehen.

"Der Fahrer überkletterte das Brückengeländer, ließ sich ein paar Meter fallen, nahm dann ein morgendliches Bad in der Neiße, um letztlich ans polnische Ufer zu schwimmen", so die Bundespolizei. Von dort floh der Unbekannte zu Fuß weiter.

Warum der Mann floh, war den Beamten nicht sofort ersichtlich. Erst nachdem geklärt wurde, wem der Benz gehört und die Ermittler mit dem Halter telefonierten, war klar, dass das Fahrzeug gestohlen worden war. 

Der Beklaute, offenbar ein Radebeuler, wusste selbst noch nicht, dass sein Auto in der Nacht verschwunden war.

Die Dresdner Kriminalpolizei ermittelt nun zu dem Diebstahl und der anschließenden Flucht.

Beschreiben konnten die im Einsatz befindlichen Bundespolizisten den Täter sehr gut, so die Beamten abschließend.

Titelfoto: 123RF/Farhad Ibrahimzade, 123RF/Oleksandr Lutsenko 

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