Spezialeinsatz in Sachsen: 65-Jährige wollte ihr eigenes Haus in die Luft sprengen!

Ebersbach-Neugersdorf - Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr in Ost-Sachsen: Eine Frau wollte dort ihr Haus nicht verlassen und drohte sogar, es in die Luft zu sprengen! Inzwischen ist die Gefahr aber wieder vorüber.

Polizeieinsatz in Ebersbach-Neugersdorf im Landkreis Görlitz: Die Polizei musste mit einer Frau verhandeln, die sich gegen die Zwangsräumung ihres Hauses wehrte.
Polizeieinsatz in Ebersbach-Neugersdorf im Landkreis Görlitz: Die Polizei musste mit einer Frau verhandeln, die sich gegen die Zwangsräumung ihres Hauses wehrte.  © xcitepress

Laut einer Mitarbeiterin der Pressestelle der Polizeidirektion Görlitz mussten die Beamten am Freitagmorgen um kurz nach 8 Uhr zu einem Haus in der Neugersdorfer Straße in Ebersbach-Neugersdorf (Landkreis Görlitz) nahe der tschechischen Grenze ausrücken.

Dort sollte eigentlich eine Zwangsräumung stattfinden, doch die Bewohnerin des Hauses wollte das offenbar nicht.

Die 65 Jahre alte Dame drohte deshalb, dass sie das Gebäude in die Luft jagen würde!

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Polizei und Feuerwehr waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und sperrten das Gebiet rund um das Haus der 65-Jährigen ab. Außerdem wurden knapp zehn Anwohner aus der direkten Umgebung vorsichtshalber evakuiert.

Zunächst konnte die Frau nicht beruhigt werden. Deshalb traf am Vormittag sogar eine spezialisierte Verhandlungstruppe des LKA Sachsen am Einsatzort ein, um sich mit der Dame auseinanderzusetzen.

Update, 13.25 Uhr: Einsatz ist vorüber, 65-Jährige in Polizeigewahrsam

Auch die Feuerwehr war mit zahlreichen Wagen und Kameraden vor Ort.
Auch die Feuerwehr war mit zahlreichen Wagen und Kameraden vor Ort.  © xcitepress

Inzwischen gibt es Entwarnung aus Ebersbach-Neugersdorf: Wie die Polizeisprecherin gegenüber TAG24 mitteilte, besteht mittlerweile keine Gefahr mehr.

Die Spezialtruppe des LKA wollte gerade mit ihrem Einsatz beginnen, als die Frau freiwillig aus ihrem Haus trat. Die Polizei griff sofort zu und nahm die 56-Jährige in Gewahrsam.

Anschließend untersuchte die Feuerwehr sicherheitshalber noch das Gebäude, um zu überprüfen, ob es doch noch in die Luft fliegen könnte. Dabei fanden die Einsatzkräfte zwar vier Gasflaschen, dennoch würde keine Bedrohung mehr bestehen.

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Wie die Polizeisprecherin außerdem vermeldete, waren wegen der angedrohten Haussprengung insgesamt 42 Feuerwehrkameraden mit elf Fahrzeugen vor Ort. Wie viele Polizisten dort waren, konnte sie noch nicht sagen.

Der Spezialeinsatz ist damit vorerst beendet. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen allerdings noch.

Titelfoto: xcitepress

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