Sachsen macht Millionen für den Spitzen- und Breitensport locker

Dresden - Der Freistaat macht in den Zeiten der Corona-Krise 20 Millionen für den Spitzen- und Breitensport in Sachsen locker. Die Hälfte davon sind Zuschüsse, die anderen Hälfte zinslose Darlehen.

Der Freistaat macht 20 Millionen Euro für den Sport locker. Das Geld kommt auch den Basketballern der Chemnitz Niners zugute.
Der Freistaat macht 20 Millionen Euro für den Sport locker. Das Geld kommt auch den Basketballern der Chemnitz Niners zugute.  © Toni Söll

Bis 14. April wird das Innenministerium eine Förderrichtlinie erarbeiten, die ab 15. April in Kraft treten soll. 

Das Ziel der Richtlinie ist die kurzfristige, unbürokratische Hilfe zur Existenzsicherung der Vereine. 

Wie das Kabinett unter Leitung von Innenminister Roland Wöller (CDU) am Dienstag in Dresden beschloss, gibt es für die Vereine Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro. 

Für Profivereine gilt zudem: Sie können zinslose Darlehen bis zu 500.000 Euro aufnehmen. 

Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, die erste drei sind tilgungsfrei. Heißt: Erst ab 2023 muss die Summe zurückgezahlt werden. Der Hilfe-Fonds beläuft sich auf 20 Millionen Euro.

4500 Vereine gibt es im Freistaat: Mehr als 660.000 Sportler sind darin organisiert

Auch die Volleyballerinnen vom Dresdner SC profitieren.
Auch die Volleyballerinnen vom Dresdner SC profitieren.  © Lutz Hentschel

Ob diese Summe reicht, um allen gerecht zu werden, wird die Zukunft zeigen. Es ist aber zunächst ein Anfang. Im Freistaat gibt es insgesamt 4500 Vereine, in denen 1700 Mitarbeiter/innen angestellt und 660.000 Sportler organisiert sind. Im Jahr 2019 verfolgten 2,5 Millionen Zuschauer Spiele und Wettkämpfe jener Klubs.

Um die Interessen des sächsischen Sport zu bündeln, haben sich vor zwei Wochen 21 Profiklubs zur Initiative TeamSportSachsen zusammengeschlossen. 

Später kam der Olympiastützpunkt Sachsen noch hinzu. Sie übermittelten einen für den Sport zugeschnittenen Maßnahmenkatalog an die Landespolitik.

Was oft verkannt wird: Es geht nicht in erster Linie um die Profisportler als Aushängeschilder auf sportlicher Ebene. Es geht vor allem um den Erhalt der Vereine als soziale Institutionen, die über 10.000 sächsischen Nachwuchsathleten eine sportliche Heimat bieten. 

Titelfoto: Lutz Hentschel

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