Sprießende Festungsgeschichte: Königstein zeigt seine grüne Seite!

Königstein - Dicht gedrängt auf einem felsigen Eiland ist Platz eine Rarität. Jahrhundertelang fragten sich die Bewohner der Festung Königstein, wie man mit den knappen Grünflächen nutzbringend umgeht.

Kuratorin Stefanie Krihning (42) zeigt in der Ausstellung, dass man in der Festung nicht auf Fleisch, Eier und Milch verzichten musste.
Kuratorin Stefanie Krihning (42) zeigt in der Ausstellung, dass man in der Festung nicht auf Fleisch, Eier und Milch verzichten musste.  © Eric Münch

Eine neue Sonderausstellung widmet sich diesem bisher unbeleuchteten Aspekt der Bastionsgeschichte.

"Historisch betrachtet haben die Grünflächen in der Festung drei Zwecken gedient: Selbstversorgung der Bewohner, Verteidigung des Bollwerks und Repräsentation des Herrschers", beschreibt Stefanie Krihning (42).

Sie ist die Kuratorin der Sonderausstellung in der Magdalenenburg. Die Ingenieurin für Gartenbau hat seit 2016 Hunderte Dokumente und Abbildungen ausgewertet, die Geschichte der Flächennutzung in der Festung durch mühsame Kleinstarbeit rekonstruiert.

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In der rund 80 Exponate zählenden Ausstellung erfährt der Besucher ab Sonntag unter anderem, warum die Festung einen Weinberg hatte, nach welchem Prinzip der Kommandant die Nutzflächen verteilte und wie Bäume und Sträucher zur Tarnung von Geschützen und Festungswällen beitrugen.

Diente früher den Soldaten als Gemüsegarten: eine Grünfläche mitten in der Festung.
Diente früher den Soldaten als Gemüsegarten: eine Grünfläche mitten in der Festung.  © Eric Münch
Bei 9,5 Hektar Fläche konnte es für die zwischenzeitlich mehr als 1500 Festungsbewohner schon mal eng werden.
Bei 9,5 Hektar Fläche konnte es für die zwischenzeitlich mehr als 1500 Festungsbewohner schon mal eng werden.  © Eric Münch

Die Schau läuft bis Ende Oktober. Der Eintritt ist im Festungsticket (13/10 Euro) inbegriffen.

Titelfoto: Eric Münch

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