Superhitze in Sachsen: Im Freistaat brennt die Luft

Dresden/Leipzig - "36 Grad - und es wird noch heißer": Sachsen ächzt unter den aktuell hohen Temperaturen. Laut Auskunft des Deutschen Wetterdiensts Leipzig hält Hoch "Detlef" die Stellung - Abkühlung vorerst nicht in Sicht. Wolken? Fehlanzeige! Freizeitspaß und Hitzestress liegen in diesen Tagen eng beieinander. TAG24 empfiehlt, was und wo in dieser Hitze geht, und was nicht.

Sonnenblume = Sonne = Hitze. Das ist keine mathematische Gleichung, sondern die Wettervorhersage fürs Wochenende. (Bildmontage)
Sonnenblume = Sonne = Hitze. Das ist keine mathematische Gleichung, sondern die Wettervorhersage fürs Wochenende. (Bildmontage)  © dpa/Boris Roessler & dpa/Robert Michael

In der Stadt: Springbrunnen

Ein eisgekühlter Prosecco reicht beim Shopping in der City bei der Affenhitze nicht. Kurz in den Springbrunnen? - Auf keinen Fall. Die Dresdner Stadtverwaltung warnt: "Baden ist in Springbrunnen und Wasserspielen nicht nur verboten, sondern auch gefährlich." Vorsicht vor Glasscherben und Alu-Büchsen! Wer's nicht lassen kann, muss mit einem Bußgeld bis 1000 Euro rechnen.

Im Zoo: Eisbomben

"Wir versuchen, es unseren Tieren so angenehm wie möglich zu machen", sagt die Leipziger Zoosprecherin Maria Saegebarth. Obst und Gemüse werden in gefrorenem Zustand als Eisbombe serviert. Tiere regeln die Hitze meist von selbst. "Sie verkriechen sich einfach", sagt Biologe Thomas Brockmann vom Dresdner Zoo. Oder sie gehen ins Wasser. Wie die Görlitzer Stachelschweine. "Die wollen vom Gartenschlauch am liebsten gar nicht mehr weg", so Zoo-Sprecherin Isa Plath.

Die Elefanten vom Dresdner Zoo lieben das Wasser. "Aber sie gehen auch bei diesen Temperaturen nicht öfter baden als sonst", sagt der Biologe Thomas Brockmann (35). Tiere verkriechen sich bei Affenhitze. Das gilt auch für Elefanten.
Die Elefanten vom Dresdner Zoo lieben das Wasser. "Aber sie gehen auch bei diesen Temperaturen nicht öfter baden als sonst", sagt der Biologe Thomas Brockmann (35). Tiere verkriechen sich bei Affenhitze. Das gilt auch für Elefanten.  © Eric Münch

Das Wetter wird heiß

Über 30 Grad und mehr: Die nächsten Tage kommen wir ums Schwitzen nicht herum.
Über 30 Grad und mehr: Die nächsten Tage kommen wir ums Schwitzen nicht herum.  © 123RF

Im Freibad: Zugangsschranken

Ein Ansturm auf Sachsens Freibäder ist vorprogrammiert. Aber bitte nicht alle gleichzeitig! Im Muldentalbad in Kleinbothen (Landkreis Leipzig) etwa dürfen sich nur maximal 593 Personen zeitgleich aufhalten. Der Besucherstrom wird am Eingang via Schranke registriert. "Bisher halten sich alle wunderbar daran", berichtet Mitarbeiter Daniel Zarnikow.

Im Wald: Brandgefahr

Die Karte mit den Waldbrandwarnstufen "rötet" sich immer mehr. Rot steht für die zweithöchste Warnstufe 4 (hohe Gefahr) und gilt am Wochenende für den kompletten Landkreis Zwickau, sowie Teile der Landkreise Bautzen, Leipziger Land, Nordsachsen, Mittelsachsen und Meißen. In einem Teil Nordsachsens gilt sogar die höchste Warnstufe.

Im Heim: Kühle Plätze

Obdachlose leiden besonders unter der Hitze. Aber das Sozialamt Dresden hat sich gekümmert. Acht Wohnheime mit zusammen 322 Plätzen sowie 29 Wohnungen mit 66 Plätzen stehen zur Verfügung. Außerdem kann man in der Stadt an vielen Stellen Trinkwasser abfüllen. Tipp von der Stadt Dresden: Wer eine hilflose Person in der prallen Sonne bemerkt - ansprechen und im Zweifel den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 alarmieren.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler & dpa/Robert Michael

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